Eine Methode zur Frühbehandlung der Schenkelhalsfehlstellung bei kongenitalen Hüftluxationen
✍ Scribed by H. Eberhardt
- Publisher
- Springer
- Year
- 1963
- Tongue
- English
- Weight
- 782 KB
- Volume
- 55
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Kongenitale Hfiftluxationen sind nur in begrenzter Zahl durch ausschliel~lich konservative Behandlungsmethoden einer norma]isierenden Entwicklung zuffihrbar, zumal wenn die Behandlung sp£t einsetzt. HO~MAN~, der 1951 eine Nachsehau iiber 1875 konservativ behandelte IIiiftluxationen verSffentlichte, land am Ende des 10. Lebensjahres etwa 58~o m/ii~ige bis sehleehte Ergebnisse. Die Quote der unzureiehenden Hfiftbefunde steigerte sieh naeh der Pubert/~t auf nahezu 82%. Etwas besser lagen die Verh/~ltnisse bei Sub-und Pr/iluxationen. Unbefriedigende Erfahrungen sammelte auch SEvm~rt¢ an 330 als geheilt entlassenen Kindern. 5--27 Jahre sp/iter zeigten nur noeh 10% rSntgenologisehnormal ausgebildete Hfiftgelenke. )~hnlich gestimmt ist der Erfahrungsberieht yon KROTSOHECK.
Eine der unmittelbaren Ursachen dieser schlechten Spiitergebnisse ist in der regelm/£Big zu beobachtenden Steilstellung und Antetorsion des Sehenkelhalses zu sehen. Letztere kann Extremwerte zwisehen 70 und 80 ° erreiehen (GLoGowsKI). Hierdurch wird der }IfiftgelenksschluB mehr oder minder behindert und vornehmlich eine Fehlbelastung des vorderen oberen Pfannenrandes hervorgerufen. Der fehlende bzw. fehlgeriehtete formative Reiz des Hiiftkopfes fSrdert die Pfannendysplasie.
Gelingt es, im Rahmen der konservativen Behandlung die Steilstellung und Antetorsion des Schenkelhalses zu kompensieren, den Hiiftkopf konzentriseh in die Pfanne einzustellen und somit der Pfanne notwendige formgebende Wachstumsreize zu vermitteln, so ist fiir den Erfolg der Behandlung die rasche Entwicklung des Pfannendaches entseheidend. N/~hert sieh der Pfannendachwinkel der Norm und vergrSSert sieh die Belastungsfl/iehe ausreichend, so finder auch ein steflgestellter antetordierter Hfiftkopf genfigend Abstfitzung ffir eine gfinstige Weiterentwicklung. So geht aus einer Graphik yon GLOGOWSKI hervor, dal~ eine die Norm fiberschreitende Sehenkelhalsantetorsion yon z. B. 40--500 in Abh/ingigkeit zum Zentrum-Ecken-Winkel noch physiologisch bzw. bereits pathologiseh mit ungiinstiger Prognose sein kann.
VerzSgert sich die Ausbildung des Pfannendaches, so mu$ die Stabilit/£t des Hfiftgelenkes weiterhin als unzureichend und seine Prognose als schleeht angesehen werden. Hier fordert die Therapie die zeitlich unbegrenzte Aufreehterhaltung der zentralen Hfiftkopf]age in der Pfanne und den damit verbundenen formgebenden Waehstumsreiz.
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## Eingegangen am 17. März 1969 Summary. The mere consideration of the CCD-angle is not sufficient at performing a varisation-osteotomy. Revalgisation rather can be avoided by respecting the EY-ang]e. Résumé. Seulement la consideration de l'angle CCD ne sufät pas ä osteotomy de vari~~ation. I1 e