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Eine innovativ im Sol-Gel-Prozeß hergestellte, hochporöse Siliziumoxidkeramik zum Knochenersatz – In-vivo Langzeitergebnisse

✍ Scribed by V. Bienengräber; Th. Gerber; T. Trykova; G. Kundt; K.-O. Henkel


Book ID
102502496
Publisher
John Wiley and Sons
Year
2004
Tongue
English
Weight
233 KB
Volume
35
Category
Article
ISSN
0933-5137

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✦ Synopsis


Abstract

Es wurden zwei innovativ im Sol‐Gel‐Verfahren bei 200 °Celsius hergestellte Biokeramikvarianten auf Kalziumphosphatbasis mit Siliziumoxid (SiO~2~) als Adjuvans im Langzeittierversuch getestet. Bei adulten Miniaturschweinen wurden Defekte kritischer Größe (>5cm^3^) im Bereich der Mandibula gesetzt. In der Versuchsgruppe I (n=6) wurden sie mit einer biphasischen (60 % Hydroxilapatit [HA] und 40 % ß‐Trikalziumphosphat) und in der Gruppe II (n=6) mit einer monophasischen Variante (100 % HA) der Testkeramik aufgefüllt. Die Gruppe III (n=6) bildete die Leerkontrolle. Nach acht Monaten wurden die Tiere getötet; es erfolgte eine klinische, histologische, morphometrische und REM‐Analyse des Knochens der Defektregion. In beiden Versuchsgruppen waren nach 8 Monaten die Defekte durchgehend ossifiziert sowie die Keramiken nahezu vollständig biodegradiert (Gruppe I: 96,5 % / Gruppe II: 99,2 %). Beide im Sol‐Gel‐Verfahren hergestellten SiO~2~‐Kalziumphosphatkeramiken wiesen im Tierexperiment neben einer sehr guten Osteokonduktivität ein im Vergleich zu herkömmlichen Biokeramiken günstigeres Resorptionsverhalten auf. Sie erscheinen daher für die Therapie knöcherner Defekte beim Menschen sehr geeignet. Eine klinische Studie ist angelaufen.