Eine einfache Methode zur Bestimmung der Gesamthelligkeit des Mondes
✍ Scribed by Fr. Schembor
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1932
- Tongue
- English
- Weight
- 476 KB
- Volume
- 245
- Category
- Article
- ISSN
- 0004-6337
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✦ Synopsis
Die Bestimmung der Gesamthelligkeit des Mondes bietet der Photometrie Schwierigkeiten zweifacher Art. Diese sind durch die scheinbare GroDe der Mondscheibe und die verschiedene Hclligkeit der einzelnen Punkte einerseits und durch die Phasen des Mondes andererseits bedingt. Wohl die meisten Arbeiten gelten der Bestimmung der Intensitat einzelner Punkte. Jedoch ist es schwer oder mindestens nicht ganz einwandfrei, aus der Intensitat bestimmter Punkte auf die Gesamthelligkeit des Mondes zu schlie13en. Sehr gering aber ist 5868 die Zahl der Arbeiten ubcr die Gesamthelligkeit des Mondes Die beiden Bltesten dieser Untersuchungen zielen darauf ab, das Mondbild durch Zuhilfenahme von Linsen zu verkleinern und sternahnlich zu machen. J , Herschel ' ) benutzte als erster ein verkleinertes Mondbild, um die Helligkeiten von Fixsternen zu bestimmen. Auch Bond2) hat durch eine Glaskugel ein verkleinertes Mondbild erzeugt und dann die Mondhelligkeit zwischen Neumond und Vollmond bestimmt. Als nachster hat ZiiZZner3) mit seinen 206 der Glaswand entsteht, also als reiner Kathodenstrahleffekt. Eine Anzahl von Photos, die rnit Hilfe einer Quarzoptik auf 70 cm Abstand vom rotierenden Leuchtrohr unter Verwendung von Ultraviolettfiltern, Askulinfiltern usw. aufgenommen wurden, ergaben, da13 die Leuchterscheinungen in der Lampe (N-haltig!) in der Hauptsache von Ultraviolettlicht herruhren, das aus den Effluvien der blitzartigen Entladungen stammt. Um einen quantitativen Vergleich der Leistung zu erhalten, wurden vergleichende Aufnahmen mit der Leistung einer nichtleuchtenden Bunsenflamme in 70 cm Entfernung bei 30 Sekunden Exposition, Quarzoptik und Vorschaltung eines Hanau-Ultraviolettfilters vorgenommen. Das Resultat war, dafl die Leistung der Halbwattlampe in bezug auf reine Ultraviolettwirkung der einer Bunsenflamme fast gleichkommt. Wahrend aber letztere einen sehr beachtenswerten Kalorienaufwand benotigt, entsteht die Leistung bei der Lampe durch IonenstoB unter Aufwand einer rechnerisch kaum beachtenswerten mechanischen Arbeit. Um nun ferner ein Bild zu erhalten von der spektralen Energieleistung einer solchen angeregten Lampe (also ohne Stromzufuhr !), wurden rnit Hilfe eines Quarzspektrographen Aufnahmen gemacht, welche ein sehr schones reines N-Spektrum rnit Bandencharakter ergaben und vor allem die Tatsache, da13 ein rnit Hilfe eines Induktors erhaltenes Vergleichsspektrum einer N -GeiBlerrohre sich weniger weit in das Ultraviolett hinein erstreckte als das Spektrum der Halbwattlampe.
Das allerinteressanteste Phanomen, das ich an ionenfreien Elektronenrohren gefunden habe, ist das, daB die nachleuchtenden Kathodenphosphoreszenzflecke in der Glaswand durch Beeinflussung des elektrischen Feldes der Lampe z u m r a s c h e r e n Ausloschen des L e u c h t e n s u n t e r d e u t l i c h e r I n t e n s i t a t s s t e i g e r u n g g e b r a c h t w u r d e n , und zwar lie13 sich das Phanomen bis zum vollstandigen Erloschen z -3 ma1 wiederholen. Wir haben hier ein ahnliches Phiinomen wie bei der bekannten Ausloschwirkung bei phosphoreszierenden, durch Ultraviolett angeregten Leuchtsubstanzen durch Infrarot. Dieser von m i r g e f u n d e n e spezielle Ausloscheffekt a u f K a t h o d e n l u m i n e s z e n z ist ein h a n d g r e i f l i c h e r Beweis f u r d i e u r s a c h l i c h e n B e z i e h u n g e n zwischen E l e k t r o n e n b e w e g u n g e n u n d L i c h t e m i s s i o n in Abhaingigkeit vom E n e r g i e n i v e a u d e r E l e k t r o n e n .
Ich mochte nun kurz darauf hinweisen, dafl die ge-Sternwarte Herrsching bei Munchen, 1932 April 2 . l) J. Herschel Results of Astronomical Observations made during 1834 to 1838 at the Cape of Good Hope. London 1847, p. 353. ' ) G. P. Bond. s, ZoZZner. Photometrische Untersuchungen, Leipzig 1865, p. 100. Memoirs of the American Academy, New Series 8.250. ') J. Stebltns u. I;. C. Brown. A Determination of the Moon's Light with a Selenium Photomctvr. ApJ 26.326 (1907). 2, A . Scheller. Die Helligkeit der Mondphasen. Wien Sitz-Ber. Abt. IIa 120 (1911).
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