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Ein Porphyrin-Mosaik nach Plan: metallvermittelte Selbstorganisation von großen Gittern und Bändern

✍ Scribed by Charles Michael Drain; Fotis Nifiatis; Alexander Vasenko; James D. Batteas


Book ID
101305351
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1998
Tongue
English
Weight
188 KB
Volume
110
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Porphyrine und Metalloporphyrine sind an Elektronenund Energietransferreaktionen beteiligt, sie fungieren als Redoxkatalysatoren und haben dynamische photophysikalische Eigenschaften. Daher wurde intensiv am Moleküldesign und an der Synthese von Oligoporphyrinen gearbeitet. Diese bieten einen Einblick in den Mechanismus des Elektronenund Energietransfers und sind möglicherweise für den Einsatz in photonischen Bauelementen geeignet. [1] Bei der Herstellung diskreter, kovalent verknüpfter Anordnungen von Porphyrinen scheint eine Grenze erreicht zu sein bei etwa zehn Porphyrineinheiten. [2] Zur Synthese noch gröûerer Oligoporphyrine in vernünftigen Ausbeuten wurden Methoden der supramolekularen Chemie angewendet und so einige diskrete Porphyrinaggregate [3±6] gezielt aufgebaut; die Selbstorganisation wurde bewirkt durch molekulare Erkennung über Wasserstoffbrückenbindungen, [3] durch Koordination an Übergangsmetallionen, [4] durch elektrostatische Wechselwirkungen [5] und durch Selbstkoordination von Metallporphyrinen. [6] Die gröûten diskreten Aggregate aus sechs oder mehr Bausteinen sind Quadrate aus vier über vier Übergangsmetallionen verknüpften Porphyrinen [4] und eine Rosette aus sechs über Wasserstoffbrückenbindungen zusammengehaltenen Porphyrinen. [3b] Wir beschreiben hier, wie sich diese Methode auf noch komplexere Systeme anwenden läût, und beschreiben den Aufbau eines diskreten, supramolekularen Gitters aus neun Porphyrinen (Abb. 1). Die Selbstorganisation erfolgte durch Koordination von exocyclischen Pyridylgruppen dreier verschiedener Porphyrinderivate an zwölf Palladium(ii)-dichlorid-Einheiten: Vier unterschiedliche Typen von Molekülen bilden so durch Selbstorganisation ein 25 nm 2 groûes Gitter aus insgesamt einundzwanzig Bausteinen. [7] Diese Systeme sollten zum Verständnis der photonischen Kommunikation beitragen, die durch nichtkovalente Wechselwirkungen zwischen Chromophoren vermittelt wird; sie können als Modell für die Bildung molekularer Kanäle und Stichwörter: Ab-initio-Rechnungen ´Fluorescein ´Röntgenpulverdiffraktometrie ´Strukturaufklärung ´Synchrotronstrahlung