Ein neuer Bunsenbrenner
β Scribed by Dierbach, R.
- Book ID
- 101786497
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1896
- Weight
- 69 KB
- Volume
- 29
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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β¦ Synopsis
Die constructiven Variationen des allbekannten Bunsenbrenners sind sehr mannigfach und dennoch glaube icb, dass die vorliegende Construction so wesentlich von allen bisherigen Modellen abweicht, um einer kurzen Besprechung in )diesen Berichtena werth zu sein; ist doch der Bunsenbrenuer einer der unentbehrlicbsten Apparate des Chemikers und seine Umgestaltung zur erweiterten Anwendbarkeit sicherlich Vielen willkomrnen. Der dem gewohnlicben Bunsenbrenner anhaftende Mange1 der freien Beweglichkeit der Brennerrohre, welcher nicht gestattet, der Heizflamrne diejenige Richtung zu geben, die oft und fur viele Arbeiten wiinschenswerth ist, ist in der neuen Construction ganzlich beseitigt und mit einer nach Belieben zu erreichenden Verkiirzung der Brennerhohe vereinigt, wodurch es erreicht ist, den Brenner auch unter sebr niedrig stehende Apparate hinunter zu stellerr. Mein Brenner besteht im Wesentlichen aus einem rechtwinklig gebogenen Mischungsrohr fur Gas und Luft. Dessen laingerer Schenkel c wird von einem Ringe d so gehalten, dass er in diesem drehbar und rerschiebbar ist. Eine Schraube gestattet das Festhalten in jeder Lage. Dann ist der Ring d mittels einer hervorspringenden Zunge drehbar u n i die Axe eines arretirbaren Scharnieres, welches auf dern tellerfiirmigen Fusse des Brenners befestigt ist. Sornit kann das Gasmiscbungsrohr in j e d e Lage gebracht werden, welche die Resultante der drei genannten Bewegungsrichtungen ist.
Fernergestattet ein anschraubbares Schlauchverbiudungsstuck die Durchstromung des Gasgemisches in b e i d e n Richtungen desKnierohres, indem das Gas zu dem llngeren Schenkel einund dem kurzeren austritt, resp. zu dem kurzeren ein-und dem langeren austritt (5. Fig. 1 u. 2).
Durch Combinirung dieser Umkehrung der Functionsrichtung niit der Beweglichkeit der Brennerrohre lasst sich die Flamme des Brenners, wie aus den Abbildungen hervorgeht, in j e d e gewunschte Lage bringen: vertical nach oben und nnten, horizontal und schrag, und gestattet es gleichzeitig, dass der Brenner selbst nicht unter, sondern neben dem' zu heizenden Apparat steht.
Pigur 1.
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