Ein neuer Aspirator
✍ Scribed by Rosenheim, Arthur
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1899
- Weight
- 143 KB
- Volume
- 32
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Ein neuer Aspirator.
(Eingegangen am 13. Juni: vorgetmgen in der Sitzung Tom Verfasser.) Die in den analytischen Laboratorien zur Erzeugung eines constanten Luftatromes vielfach angewendeten BDoppelnspiratorene, bestehend aus zwei diirch Umkippen austauschbaren Blech-oder Glqs-Trommeln, aus deren unterer leeren die Luft durch das aus der oberen ausfliessende Wasser ausgetrieben wird, habeu, ganz abgesehen von der recht betriichtlichen Kostspieligkeit der kiiuflichen Apparate, den Nachtheil, dass sie hiiufigen Hetriebsstiirungen ausgesetzt sind. D a m ist e3 aber vor allern, bei der durch eine Messiiigriihre veriuittelten stationiiren Verbindung der heiden Trornmeln, nicht mijglich, je nach Bedarf die Druckstarke des Luftstronies zu veriindern.
U m diese Uebelstsnde zu verrneiden, habe ich schon seit vielen Jnhren statt der kiiufiichen Aspiratorrn zwei grossere tubulirte Flascheii verwendet, deren Tubus durch eine Schlauchleitung von beliebiger Lauge verbunden sind, wiihrend aus den in die Hiilse der Flaschen eingesetzten durclibohrten Kautschukstopfen Schlnuchleitungen zu einem rnessingnen Vierweghahu fiilirten. Die vier Bohrungen desselben dienen zum Ansaugen der Luft, zum Herauspreseen derselben und zur Verbilldung niit den beiden Flaschen und sind so angeordnet, d a s durch eitie Vierteldreliung des Hahnes stets die obere volle Flasche mit der Ansaugeiiffnung, die untere leere mit der Auslass-Ziffnung in Verbindung gesetzt werden kann. Mit Hiilfe dieser Vorrichtung kann man nun zwar einen Lnftstrom von beliebiger Druckstiirke erzeugen; immerhin hat auch dieser Apparat den besonders fur analytische Anfanger sehr stiirenden Nachtheil, dnss man beim Urnstellen der Flaschen einen entgegengesetzten Luftstrom erhiilt, sowie man die Regulirung des Hahnes vergisst. Dabei wird sehr oft Fliissigkeit in den ziemlich empfindlichen und kostspieligen Messinghahn gesaugt, uud derselhe bald unbrauchbar gemacht.
Dieser Nachtheil ist nun durch ein von dem Laboratoriurnsdiener Hrn. A u g u s t S a c k s construirtes, sehr einfnches Glasventil rermieden, mit dessen Hiilfe der ganze Apparat aussemrdentlich handlich und sehr preiswerth-sich gestalten liisst. Die Construction des Ventilea, ist ohne Weiteres aus nebenstehender Fig. 1 verstiindlich. Als
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