𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ein Brief von Wolfgang Bolyai

✍ Scribed by Kurt-R. Biermann


Book ID
102487702
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1966
Tongue
English
Weight
369 KB
Volume
32
Category
Article
ISSN
0025-584X

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Bald nachdem sich WOLFGANG (FARKAS) BOLYAI (1775BOLYAI ( -1856) ) und CARL FRIEDRICH GAUSS (1777-1855) in Gottingen als Studenten Ende 1796 begegnet waren, schlossen sie engste Freundschaft und Briiderschaft.

Die , ,Leidensehaft fur die Mathematik und sittliche Ubereinstimmung" verband sie miteinander. Der in Bolya (unweit Hermannstadt) geborene Ungar sol1 nach dem Zeugnis von W. SARTORIUS VON WALTERSHAUSEN (1809-1876) von GAUSS als der einzige seiner Kommilitonen bezeichnet worden sein, , ,der in seine metaphysischen Ansichten iiber Mathematik einzugehen verstanden habe".

Auch nach ihrer letzten Begegnung am 25. Mai 1799 blieben die Freunde in lockerem, freilich mehrf ach Iangere Zeit unterbrochenen Briefwechsel his 18531), jedoch reagierte GAUSS 1816 nicht auf die Frage seines Freundes, ob dieser ihm seinen Sohn, den nachmals so beruhmt gewordenen JOHANN ( J ~o s ) BOLYAI (1802-1860), zur Ausbildung nach Gottingen senden konne. Als GAUSS 1832 die geniale Schrift JOHANN BOLYAIS uber die hyperbolische Geometrie empfing, fand er in ihr eigene, seit 30-35 Jahren angestellte uberlegungen, Wege und Resultate; er aul3erte sich daher fiir seine Verhaltnisse aul3erordentlich positiv, aber wohl doch nicht so, wie es der zum Uberschwang neigende Vater und der unausgeglichene, reizbare Sohn erwartet haben mochten, heil3t es doch zu Beginn der diesbezuglichen GAussschen Ausfuhrungen : ,,Jetzt Einiges uber die Arbeit Deines Sohnes. Wenn ich damit anfange, ,daB ich solche n i c h t loben d a r f ' : so wirst Du wohl einen Augenblick stutzen: aber ich kann nicht anders; sie loben hiefie, mich selbst loben." I n einem Brief an C. L. GERLING (1788GERLING ( -1864) ) hat sich GAUSS freilich drei Wochen zuvor, am 14. 2. 1832, vie1 unum-1) Briefwechsel zwischen CARL FRIEDRICH GAUSS und WOLFQANG BOLYAI. Hrsg. von FRANZ SCHMIDT und PAUL STACEEL. Leipzig 1899. Zitate, die nicht anderweitig belegt werden, sind dieser Edition und ihrem Komment,ar entnommen.


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