Ein Beitrag zur Konstitution und Analyse von polymeren Phosphorsäuren
✍ Scribed by W. D. Treadwell; F. Leutwyler
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1938
- Tongue
- German
- Weight
- 573 KB
- Volume
- 21
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Unter den zahlreichen bekannten polymeren Phosphorsauren besitzen nur einige Glieder die bemerkenswerte Eigenschaft, zweiwertige Kationen in einem grosseren Aciditiitsbereich, dessen Lage von der Natur der Siiure abhangt, in komplexer Form zu binden. Gewissen Gliedern dieser Reihe fehlt diese Eigenschsft vollig, so z. B. dem Trimetaphosphat. Beim Pyrophosphat ist die FBhigkeit zur komplexen Bintlung von Calcium nur schwach ausgepragt.
Die Starke der einzelnen Dissoziationsstufen der Metaphosphorsaure sind zur Zeit noch wenig bekannt, und die Ergebnisse vereinzelter Messungen scheinen noch verschieden gedeutet zu werdenl). Weitere Messungen iiber die Dissozistionsstufen polymerer Phosphorsiiuren wBren deshalb sehr erwiinscht, meil dss Ruftreten von schwacheren Siiurestufen mit grosser Sicherheit auf das Vorhandensein von zwei Hydroxylen an e i n e m Phosphoratom hinweist und damit wichtige Rnhaltspunkte fiir die Konstitution der SBuren zu liefern vermag.
Die Rngaben iiber die analytischen Eigenschaften der polymeren Phosphorsiiuren reichen in der Regel nicht aus, um in komplizierteren Gemischen samtliche Komponenten nach gewohnlichen snslytischen Methoden zu bestimmen. Ebenso fehlt es noch an Konstitutionsformcln, welche die bekannten Eigenschaften der polymeren Phosphorsauren zum hustlruck bringen.
15% mochten daher im folgenden einige Vorschlage zu Konstitutionsformeln zur Diskussion stellen, von denen wir glauben, dass sie eine Orientierung iiber die Stiirke der SBuren zu geben vermogen unci, im gegebenen Fall, auch die Befihigung zur Bildung von Metallkomplexen zum Ausdruck bringen.
Als Grundlagen zur Aufstellung der Formeln hsben uns die folgenden Annahmen gedient :
- Der Aufbsu der komplexen Meta-und Polyphosphorsauren erfolgt zuniichst durch Wassersbspaltung zwischen ahnlich sauren Hydroxylen der einfachen Siiuren des Phosphors. Hierbei konnen Ringbildungen auftreten, wenn die reagierenden Hydroxyle der beiden Ringhalften moglichst gleichen Abstand aufweisen, damit Verzerrungen des Ringes tunlichst vermieden werden. Die Ein-
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