Ein Beitrag zur Kenntnis des Stickstoffselenids (Selenstickstoffs)
β Scribed by Jander, Jochen ;Doetsch, Volker
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1960
- Tongue
- English
- Weight
- 575 KB
- Volume
- 93
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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β¦ Synopsis
Ein
Beitrag zur Kenntnis des Stickstoffselenids (Selenstickstoffs) 1 ~) Aus der Anorganischen Abteilung des Chernischen Laboratoriurns der Universitat Freiburg i. Br. (Eingegangen am 29. September 1959) Wahrend Selen selbst nicht rnit fliissigern Arnrnoniak zum Stickstoffselenid reagiert, bilden seine einfachen Verbindungen, wie Selendioxid, Selentetrachlorid und -tetrabromid, mit flussigern Arnrnoniak bei 70-80" unter Druck in guter Ausbeute reines Stickstofiselenid, (NSe),. Laslichkeit und Farbe sowie Debye-Scherrer-Aufnahrne und 1R-Spektrurn dieser Verbindung werden besprochen. Unter den verschiedenen Synthesen, nach denen bisher die Darstellung des Stickstoffselenids versucht worden ist3-8), findet sich nur eine, die reines Stickstoffselenid in nennenswerter Ausbeute liefert. Sie stammt von W. STRECKER und H. E. SCXWARZ-KOPF*) und geht vom Diathylselenit aus, das in Benzol mit gasformigem Amrnoniak umgesetzt wird. Da Dilthylselenit keine kaufliche Verbindung ist, sondern erst aus 6 (C~H5)2Se03 + 8 NH3 = 12 CzHsOH 4-6 HzO + --(NSe)x + 2 Se + 2N2 Seleninyl(1V)-chlorid gewonnen werden muD9), ist das Verfahren umstandlich. Sorgfaltige Nacharbeit lo), bei welcher wir von Selendioxid ausgingen, welches uber Selendioxid-2-Chlonvasserstoff in Seleninyl(1V)-chlorid umgewandelt wurdell), ergab bei einer Arbeitszeit von ca. einer Woche eine Ausbeute von 25% Stickstoffselenid, bezogen auf Selendioxid. In dern Berniihen, ein Herstellungsverfahren zu finden, welches von elementarern Selen oder einer einfachen, kauflichen Selenverbindung ausgeht und reines Stickstoffselenid mog- 4 -.
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