Ein Beitrag zur Genese des Os tibiale externum an Hand von histologischen Untersuchungen
✍ Scribed by Egmar Serg; Johannes Dietrich
- Publisher
- Springer
- Year
- 1954
- Tongue
- English
- Weight
- 523 KB
- Volume
- 46
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Uber das Os tibiale externum finden sich in der neueren Literatur zahlreiche Arbeiten, die sich mit der klinisehen Bedeutung des Os tibiale externum befassen. Es liegen aber aueh VerSffentliehungen vor, in denen vorwiegend histologisehe Untersuehungen mitgeteilt werden und in denen zur Frage der Genese ausffihrlieh Stellung genommen wird.
Eine umfassende Darstellung des gesamten Fragenkomplexes finder man in der Monographie von TI~O MARTI, ,,Die Skeletvariet/~ten des FuBes". Im einsehli~gigen Kapitel hat MARTI die gesamte Literatur fiber das Os tibiale externum weitgehend beriieksiehtigt und ausgewertet. Er gibt zun~chst einen geschiehtliehen (7berbliek fiber die Erforsehung dieses h/iufigsten nnd wiehtigsten inkonstanten Skeletelementes am FuBe. Danaeh wurde das Os tibiale externum 1605 yon BAUgI~ an der Leiehe entdeekt. Die anatomisehen Verhgltnisse seien aber erst yon SAPPEY genauer fiberpriift worden. Ferner wird yon 1VIAI~TI auf die bedeutenden embryo]ogischen Untersuchungen PFITZNERS hingewiesen, die sieh dureh ihre Systematik auszeiehnen. MARTI ffihrt weiter aus, dab vom embryonalen Standpunkt aus das Os tibiale externum yon den meisten Autoren als Variet/~t eines regressiven Typus betrachtet werde.
MA~TI selbst nimmt als sieher an, dab in einem phylogenetischen Entwicklungsstadium 3 verschiedene Knoehenteile vorhanden waren, das Os tibiale externum, das Os navieulare und das Os secundarinm. Die Verkn6eherung des hyMinknorpelig angelegten Os tibiMe externum entwickle sieh im allgemeinen am Ende des ersten Dezenniums und bis fiber das 25. Lebensjahr hinaus.
FRASSErO und BRANs ffihren naeh MAgTI die Entstehung des Os tibiMe externum auf das Fehlen der Versehmelzung eines Knoehenzentrums mit dem Kahnbein zur/iek. Dieses Knoehenzentrum wfirde sieh im proximalen Tell der Tuberositas ossis navieularis bilden. Das Os tibiMe externum wird als eine nieht versehmolzene Apophyse angesehen.
UHgMACHER vertritt die Ansicht, dab das Os tibiMe externum ebenso h~ufig aufchondroider, beziehungsweise faserknorpeliger wie aufhyalinknorpeliger Grundlage in der Sehne des M. tibialis posterior entsteht. Ein Ge]enk zwisehen Naviculare und Os tibiMe externum wurde yon UgR~ACg]~ hie gefunden. Im ersten * Herrn Prof. Dr. NIEDEg~eKER anl/~l]lich seines 60. Geburtstages gewidme~.
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