𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ein Beitrag zur Autoxydation des Terpentinöls

✍ Scribed by Blumann, A. ;Zeitschel, O.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1913
Weight
943 KB
Volume
46
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


OH). CH3 War diese Formulierung richtig, und war demnach der unbekannte Korper ein Aldehyd (I), so mul3te er durch milde Oxydationsmittel, z . B. feuchtes Silberaxyd, in eine entsprechende Saure CloHlrOs (11) 3i bergefuhrt werden k6nnen. Alle dabin zielende Vorsuche fielen aber wenig befriedigend aus, indem zwar im Verhiiltnis zu den angewandten Agenzien eine sehr kleine Menge einer Saure beobachtet wurde, welche a b e r kaum als primares Hauptprodukt der Reaktion, sondern wohl 91s ein sekundares Abbauprodukt eines primaren Zwischengliedes aufeufassen sein diirfte und gelegentlich weiter untersucht werden SOH. Gegen die Aldehydnatur des Korpers sprach ferner seine Bestan-,d igkeit gegen Alkali und seine Abneigung Kondensationen einzugehen. Weiterhin miiBte der verrneintliche Aldehyd bei Behandlung mit Magnesiumjodmethyl nach G r i g n a r d in einen sekundIren Alkohol CI1Hl8O (IIT) umgewandelt werden konnen. Aber aucb diese Uberfiihrung gelang nicht, sondern es wurde an Stelle des erwarteten Alkohols direkt ein Xohlenwasserstoff erbalten, auf den a i r spiiter noch zuruckkommen werden. Nun ist in neuerer Zeit, besonders durch die lrbeiten W a l l a c h Y , cbekannt geworden, daS Ketone von bestimmter Konstitution sich deu Aldehyden bis zu einem gewissen Grade recht ahnlich verhalten konnen. Erinnert sei bier z. B. an das da-Isopropyl-cyclohexenon I). I ) A. 859,281 [1908]. Auch das unten beschriebena Methyl-cyclohexenon zeigt nach unserer Beobachtung typische Aldehyd-Reaktionen, indem es z. E. anf arnmoniakalische Silberlesung unter prachtvoller Spiegelbildung stark reduzierend wirkt. Ob die Reaktion fur alle Homologe dieses Herenon-Typus _gfi.ltig ist, war aus der Literatur nicht ZII ersehen.

' '. I \ CH . CHI CH a CHs Dihydro-verbenol: CloHls 0 Dihydro-verbenon : CI~H16 0 Beide Reaktionen gingen leicht von statten und fuhrten z u den erwarteten neuen Reduktionsprodukten, yon denen der Alkohol V als solcher fest und durch seiuen Schmp. 5&O genugend charakterisiert ist, wahrend das fliissige Keton 'I wohl charakterisierte Derivate : Semicarbazon, Oxim und Benzyliden-Verbindung lieferte. Als wichtiges Argument fur die Richtigkeit der Formulierung IVa und damjt gleichzeitig fiir die Identitat unseres urspriinglichen Ketons mit dem V e r b e n o n K e r s c h b a u m s muBte der oxydative Abbau unseres Ketons gelten, der in dankenswerter Weise von Hrn. Dr. F.


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