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Effiziente Assays für kombinatorische Methoden zur Entdeckung von Katalysatoren

✍ Scribed by Thomas Bein


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1999
Tongue
English
Weight
119 KB
Volume
111
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


erfordern meist starken manuellen Einsatz und spezielle Fertigkeiten. So verläuft eine typische organische Synthese im Laboratorium über viele Arbeitsschritte wie Abwiegen, Aufbau der Geräte, Filtrieren, Destillieren usw. Genauso ist die Verifizierung interessanter Eigenschaften wie der pharmazeutischen Aktivität organischer Verbindungen oder der Supraleitung von Metalloxiden ein komplexes Unterfangen. Dieser hohe Anteil manueller Tätigkeit bleibt selbst im Computerzeitalter bestehen, in einer Zeit also, in der viele mentale Prozesse wie komplexe Berechnungen oder die Überwachung von Geräten hochautomatisiert ablaufen. Deshalb schreitet die Entdekkung neuer Verbindungen mit nützlichen Eigenschaften meist recht langsam voran und ist teuer.

Der Wunsch, all dies zu ändern, hat als erstes auf dem Sektor der pharmazeutischen Forschung zur Entwicklung der kombinatorischen Methoden in der Chemie geführt. [1] Diese Verfahren zielen auf zwei unabhängige Aspekte des Entdekkungsprozesses ab: die Synthese und die Charakterisierung. Chemiker lernten vom Immunsystem als effizientem Musterbeispiel und haben zunächst die automatisierte Kombination von geeigneten organischen Grundbausteinen wie den Aminosäuren in Angriff genommen. Selbst mit nur 20 Aminosäuren kann die zufällige Kombination dieser Grundbausteine zur Bildung einer Vielzahl verschiedener Oligopeptide führen. Es können z. B. 64 Millionen verschiedene Hexapeptide hergestellt werden. Man unterscheidet generell die Bildung von Bausteinkombinationen an Mischungen kleiner, polymerer Harzkugeln von der schnellen Parallelsynthese in Miniaturreaktoren, z. B. den Vertiefungen auf Tüpfelplatten mit 96 Löchern. Das erste Verfahren ermöglicht es, eine immense Zahl verschiedener Verbindungen zu bilden. Die aktiven Kügelchen müssen allerdings durch spezielle Nachweismethoden identifiziert werden. Bei der Parallelsynthese in getrennten Reaktoren ist die Zahl der möglichen Produkte in der Regel limitiert, die Produkte können aber anhand ihrer Position identifiziert werden. Die Charakterisierung der entstandenen mehreren Tausend oder gar Millionen neuer Produkte stellt eine enorme Herausforderung für die Ent-HIGHLIGHTS


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