E. Kanz und C. Kanz, Die Praxis der Krankenhaushygiene gestern und heute. XIV + 155 S., 66 Abb 4 Farbtafeln, 6 Tab. Stuttgart-New York 1987. Gustav Fischer Verlag. DM 58,00. ISBN: 3-437-11143-4
✍ Scribed by H.-P. Schau
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1989
- Tongue
- English
- Weight
- 108 KB
- Volume
- 29
- Category
- Article
- ISSN
- 0233-111X
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✦ Synopsis
Wesentlicher Inhalt der Krankenhaushygiene ist das Erkennen, Bekampfen und Verhuten von Krankenhausinfektionen. Seit den 50er Jahren haben Infektionen, die in kausalem Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt des Patienten stehen, weltweit Bedeutung crlangt. Vor allem die Entwicklung moderner Zweige der Chirurgie und der Intensivtherapie haben das Problem des infektiosen Hospitalismus von neuem in den Vordergrund treten lassen. Damals haben sich nur wenige Hygieniker der neuen Situation gestellt und entsprechend den aufgetretenen. vielschichtigen Problemen methodische und organisatorische Grundlagen zur Untersuchung und Bekampfung von Krankenhausinfektionen geschaffen. Zu diesen Pionieren gehort EWALD KANZ. Seine in uber 35 Jahren gesanimelten Erfahrungen auf diesem Gebiet hat er gemeinsam mit CILLY KANZ 1985KANZ -1986 in der Zeitschrift ,,Hygiene und Medizin" in mehreren Folgen publiziert. Nun liegen diese Beitrage in Buchform vor. Es sind Erfahrungsberichte, dargestellt ,,im Sinne eines wissenschaftlichen Tagebuches". So werden die vielfiltigsten Probleme. die im Zusammenhang mit Krankenhausinfektionen stehen, umfassend, engagiert und kritiscb behandelt. In Teil A des Buches werden krankenhaushygienische Untersuchungen und deren Problematik besprochen. Das Auffinden der Infektionsquelle wird beschrieben. wobei auf die Bedeutung von stark keimausscheidenden Patienten, Personal und Krankenhauskiichen hingewiesen wird. Weiter werden Moglichkeiten zur Ermittlung der Infektionswege dargelegt. Ausfuhrlich wird auf hygienisch-bakteriologische Untersuchungsmethoden zum Nachweis von Keimen auf Oberfliichen von Gegenstiinden und Personen sowie in Flussigkeiten und in der Luft eingegangen. Hierbei hat sich das von Kanz erarbeitete Abklatschkulturverfahren zum qualitativen und quantitativen Keimnachweis besonders bewahrt.