Durchblutungsstörungen des Rückenmarks bei Wirbelsäulenerkrankungen
✍ Scribed by Dietrich Tönnis
- Publisher
- Springer
- Year
- 1961
- Tongue
- English
- Weight
- 962 KB
- Volume
- 53
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Erkrankungen der Wirbelsi~ule fiihren nicht selten zu neurologischen Ausfi~llen. Genannt seien osteochondrotische Ver£nderungen, Bandscheibenvorf/~lle, Tumoten, Wirbeltuberkulosen, angeborene oder traumatische Wirbelverformungen und Skoliosen. Wir finden sie 6fter yon radikulgren Reizerscheinungen begleitet, yon Sensibilit~tsstSrungen, Muskelschwgchen, ja gelegentlich sogar Querschnittsl/~h-inuFlgen.
Die Ursachen dieser Ausf/~lle werden meist rein mechanisch in einer Quetschung des t~iickenmarks oder seiner Wurzeln gesucht. Mit den folgenden Ansffihrungen soll aber herausgestellt werden, dal3 das Ri2clcenmark weir empfindlicher ist als die Nervenwurzeln und daft es yon Duchblutungsst6rungen sehr viel mehr geschiidigt wird als yon mechanischen Einwirlcungen. Die Bedeutung und H/~ufigkeit yon DurchblutungsstSrungen des t~fickenmarks hat erst in den letzten Jahren vermehrte Beachtung gefunden. Ein paar Beispiele von F~illen seien zur Verdeutlichung kurz angeffihrt: BOD~CHT~L beschrieb zwei Patienten mit Skoliosen, die mehrmals in einer Phase yon Herzkreislaufversagen eine Querschnittslghmung in BrustwarzenhShe (D 4) erlitten. Nach Besserung yon Herz und Kreislauf lieB sich die Querschnittsl~hmung jedesmal wieder zur Riickbildung bringen. Zwei ~hnliche F~lle sind yon BECKEI¢ U. HESS beschrieben worden. Es h~ndelte sich um Patienten mit Blockwirbelbildungen im un~eren Bereich der Wirbelsgule und Kyphoskoliosen. Auch hier besserten sich die L~hmungen unter Behandlung einer t~echtsinsuffizienz des tterzens bei der ersten Behandlung vSllig, bei der zweiten nur noch teilweise. Die Beispiele zeigen aber, dal3 nicht eine Quetschung oder Zerrung des Ri~clcenmarks dutch die Slcoliosen oder Bloclcwirbelbildungen das Wesentliche waren, sondern das Zusammenwirlcen mit einer Kreislau/verschlechterung.
Die ersten systematischen Untersuchungen derartiger Mangeldurchblutungserscheinungen des Riickenmarks an einer Zah] yon 17 Fgllen verdanken wir BA~TSCg. Bei seinen Patienten bestanden einerseits deutliche osteochondrotische Ver/inderungen der Halswirbels/~u]e und andererseits tIerz-und Kreislaufverschlechterungen. Bemerkenswert ist aber, dab die Leistungsminderung yon Herz und Kreislauf nicht immer mit den iiblichen klinischen Methoden nachweisbar war, sondern teilweise erst mit einer Belastungspriifung durch die Spiroergometrie.
Die Ausf/~lle begannen wie bei den F~llen BODECgTELS in BrustwarzenhShe. Zum Verst/~ndnis sei hier vorausgeschickt, dab man annimmt, dab die Durch-Arch. orthop. Unfall-Chir., Bd. 53 30a
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