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Dr.-Ing. Walter Schutz zum 65. Geburtstag

✍ Scribed by H. Zenner


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1994
Tongue
English
Weight
140 KB
Volume
25
Category
Article
ISSN
0933-5137

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✦ Synopsis


Nach dem Maschinenbaustudium an der TH Munchen und einer kurzen Industrietatigkeit wurde W. Schutz 1957 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Laboratorium fur Betriebsfestigkeit (LBF) Darmstadt. Dieses Zusammentreffen als Achtundzwanzigjahriger mit Ernst GaBner, seinem hochverehrten Lehrer, war fur seinen Berufsweg und seine wissenschaftliche Arbeit entscheidend. Seither hat er sich dem Fachgebiet Betriebsfestigkeit mit grol3ter Intensitat gewidmet. Datiert man den Beginn der Betriebsfestigkeit auf das Jahr 1938 (8-Stufenversuch von E. Galjner), so hat W. Schutz mehr als die Halfte der Zeit, in der sieh dieses Fachgebiet bis heute entwikkelt hat, bewuljt miterlebt und aktiv mitgestaltet. - 1969 wechselte er zur Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG), Ottobrunn, wo er als Leiter die neue Abteilung ,,Schwingfestigkeit und Bruchmechanik" aufbaute. Diese hat sich in 25 Jahren aufgrund ihrer wissenschaftlichen und anwendungsbezogenen Arbeitsweise ein hohes Ansehen erworben. Insbesondere ist es W. Schutz gelungen, eine Gruppe hervorragender Fachleute um sich zu versammeln.

Seit seiner Promotion 1965 uber den ,,Zusammenhang zwischen der Lebensdauer bei einstufiger und mehrstufiger Belastung" steht das Thema ,,Lebensdauervorhersage" im Mittelpunkt seines Interesses. In beinahe regelmaBigen Abstainden hat er uber Jahrzehnte immer wieder kritisch zu den rechnerischen Verfahren (Nennspannungskonzept , Ortliehes Konzept , Riafortschrittskonzept) und der Schadensakkumulation bei schwingender Beanspruchung Stellung genommen. Typisch fur ihn ist die Unterscheidung zwischen wissenschaftlicher und industrieller Lebensdauervorhersage, also zwischen etwas Wunschenswertem und etwas praktisch Notwendigem. GroBen Raum in seinen Arbeiten nimmt das Thema ,,Ubertragbarkeit" ein, d.h. die Frage, inwieweit mit an Probestaben ermittelten Kennwerten das tatsachliche Bauteilverhalten beschrieben werden kann. W. Schutz durfte als erster in Deutschland Bruchmechanikversuche durchgefuhrt haben (Veroffentliehung 1969). Aber gerade die Bruchmechanik ist fur ihn bis heute ein Beispiel, die Schwierigkeiten der Ubertragbarkeit und damit der Anwendbarkeit aufzuzeigen. Die ganze Vielfalt seiner Arbeiten, die sich in mehr als 160 Veroffentlichungen und 200 Vortragen niedergeschlagen hat, kann hier nicht dargestellt werden. Als Thema, das sein Engagement ganz besonders herausfordert , sei aber genannt die ,,Standardisierung von Lastablaufen", die seit langem in die Betriebsfestigkeitslabor\ Eingang gefunden hat. Bei nahezu allen heute existierenden Standards (GAUSS, FALSTAFF, HELIX-FELIX, WASH, WAWESTA, CARLOS usw.) kann er als geistiger Vater gelten. E r hat dabei nicht nur die Anregung zur


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Mit Walter Schutz feiert in diesen Tagen der Nestor der angewandten Betriebsfestigkeit seinen 65. Geburtstag. Nach einem Studium der Fachrichtung Maschinenbau an der Technischen Universitat Munchen und einer kurzen anschlieBenden Industrietatigkeit trat Walter Schutz 1957 als wissenschaftlicher Mita