Distorsionsisomere vom [LWOCl2]+ im festen Zustand und in Lösung; Kristallstrukturen der blauen und der der grünen Form von [LWOCl2]PF6
✍ Scribed by Prof. Dr. Karl Wieghardt; Dr. Gabriele Backes-Dahmann; Dr. Bernhard Nuber; Prof. Dr. Johannes Weiss
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1985
- Tongue
- English
- Weight
- 236 KB
- Volume
- 97
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Blaue und griine Kristalle des diamagnetischen Neutralkomplexes cis-mer-[MoOC12(PMe2Ph),] zeigen sogenannte Distorsionsisomerie (Verzerrungsisomerie)['l. Die einzahnigen Liganden umgeben das MoIv-Zentrum oktaedrisch in gleicher raumlicher Anordnung (cis-mer); die beiden Formen unterscheiden sich im festen Zustand nur in der Unge der Mo=O-und der der zur Oxogruppe trans-standigen Mo-CI-Bindung (Mo=O: 167.6(7) (blau), 180.3(11) pm (griin); Mo-CI 255.1(3) bzw. 242.6(6) pm). In Losung wandelt sich die griine Form irreversibel in die blaue um. Wilkinson et al. haben blaue und griine Kristalle von [MoOC12( PMe,)J beschriebenjedoch ohne Distorsionsisomerie nachzuweisen[21. Wir konnten kiirzlich fiir die Komp\exanionen in [PPh4]2[MoO(CN)4(H,0)]-4 H 2 0 (griin) und [ASP~~]~[MOO(CN)~(H,O)]-~ H 2 0 (blau) diese Isomerie rontgenographisch na~hweisen['~. Auch hier zeigt die blaue Form eine kiirzere Mo=O-Bindung als die griine. Es gibt auch Salze des [MoO(CN),]~--IO~S in blauer und griiner FormL3'. Allen Verbindungen gemeinsam ist eine MoiV=O-Gruppe sowie Diamagnetismus und die Tatsache, daD in Losung offenbar immer nur eine Form vorliegt. Fur die Distorsionsisomerie gibt es bishervor allem wegen der begrenzten Zahl gesicherter Beispielekeine 0 VCH Verlagsgesellschaft mbH. 0-6940 Weinheim.