𝔖 Bobbio Scriptorium
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Direkte spektroskopische Bestimmung von Verweilzeitverteilungen bei Fluidphasen-Reaktionen bis zu hohem Druck

✍ Scribed by Prof. Dr. Michael Buback; Dipl.-Chem. Markus Busch; Dipl.-Chem. Kirsten Panten; Dr. Hans-Peter Vögele


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1992
Tongue
German
Weight
410 KB
Volume
64
Category
Article
ISSN
0009-286X

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✦ Synopsis


Das Kondensat vcrdampft dabei durch Einkoppelung von Umgebungswarme in den ProzcB. Der Kaltemitteldampf wird anschlic-Rend vom Losungsfilm im Absorber absorbiert. Die dabei entstehendc Warme wird von eincm Warmetrager aufgenommen. Die jetzt rnit Kaltemittcl angercicherte Losung sammclt sich am Absorber Losungseinl a Ov e n t i I Losungsaus l a Oven t i l zum Generator Kondensator Abb. 2. Prinzip der thermischen Losungspumpe. untcrcn Endc des Absorbers und wird von der thermischen Losungspumpe in den Generator zuruckgepumpt. Abb. 2 zeigt das Funktionsprinzip der thcrmischen Losungspumpe. Sic bcsteht hauptsachlich aus einer Kammer, die mit cinem Schwimmer, zwei Dampf-und zwei Losungsruckschlagventilen ausgestattct ist. Die Losungspumpe arbcitet ohne jeglichcn cxternen Antrieb. Sie wird durch Kaltcmitteldampf angetriebcn, dcr vom Hochdrucktcil dcr Anlage (GeneratorlKondensator) in den Niederdruckteil (Absorber/Verdampfcr) expandiert. Die hier vorgestelltc thermische Losungspumpe ist besonders fur das Arbeitsstoffgemisch CH30H/LiBr geeignet . Sie kann aufgrund der geringen auftrctenden Druckdiffcrcnz zwischen Generator und Absorber von 400 bis 600 mbar sehr kompakt gebaut wcrden. Der PumpenprozeB bcsteht aus zwci sich abwechselnden Phascn - der Hochdruckphase (Losungs-AuslaBphase) und der Niederdruckphasc (Losungs-EinlaBphase, wie in Abb. 2 dargestellt). Bei jedcm Pumpzyklus wird das gepumpte Losungsvolumen durch ein cntsprcchendcs Dampfvolumen ersetzt. Diescs Dampfvolumen stellt die Antricbsleistung der Pumpe dar, da cs fur die Verdampfung nicht zur Verfugung steht. Eine erste Abschatzung hat gczeigt, daR das Dampfvolumen im Vergleich zum insgesamt erzcugten Dampf im Generator vernachlassigbar ist. Es wurde ein Demonstrationsrohr aufgebaut mit einer Gcsamtleistung von ungefahr 1 kW. Der Durchmesser des Rohres betragt 65 mm, die Lange ist 1400 mm. Es wird rnit einer Heizpatronc elcktrisch bcheizt. In einer spateren Ausfuhrung ist ein gasbeheizter Generator vorgeschen. Erste Testlaufc rnit dem Demonstrationsrohr erbrachten den prinzipiellen Funktionsnachweis des Absorptionsprozesses und der thcrmischcn Losungspumpe. Probleme zeigten sich hauptsachlich bcim Phasenwcchsel zwischcn Hoch-und Niederdruckphase der Losungspumpe. Die Losungspumpe arbeitete rnit einer Pumpenfrequenz von ungefahr einem Zyklus (Losungsein-und Aus-IaBphasc) pro Minute.