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Differentialdiagnostische Probleme des osteoiden Osteoms im Kindesalter

✍ Scribed by K. Szepesi; T. Vizkelety; Zs. Csató


Book ID
104765954
Publisher
Springer
Year
1972
Tongue
English
Weight
588 KB
Volume
73
Category
Article
ISSN
1434-3916

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✦ Synopsis


Eingegangen am 30. M~rz 1972

Problems o] the Dißerential Diagnosis o/the Osteoid-osteoma in Childhood

Summary. In the case of longstanding pain in children near to an articulation the possibflity of osteoid-osteoma should always be considered, even if usual x-rays are not typical for this disorder. Speeial x-ray pictures, precise evaluation of clinical symptoms and the effectiveness of salieylates will usually be helpful to decide operative exposure. The diagnosis must be confirmed by histological examination.

Zusammenlassung. Die Autoren betonen, daß man bei andauernden gelenknahen Schmerzen im Kindesalter, sogar bei fehlendem typischem Röntgenbefund, an das Vorliegen eines osteoiden Osteoms denken soll. Zwecks dessen Nachweis kann man mehrere speziell eingestellte Röntgenaufnahmen verfertigen. Wiederholte Untersuchungen, eine sorgfältige Beobachtung der klinischen Symptome und die evtl. schmerzstillende Wirkung von Salicylaten führen meistens zur berechtigten Annahme der Diagnose des osteoiden Osteoms und dessen operativer Behandlung. Die Richtigkeit der Diagnose entscheidet die histologische Untersuchung.

Heute ist das Krankheitsbild des osteoiden Osteoms in orthopädischen Fachkreisen gut bekannt, und es kommt kaum vor, daß die Diagnosestellung einen Aufschub erleiden würde, weil man an diese Möglichkeit nicht denkt. Vom Standpunkt der Praxis ist die Veränderung wohl definiert, und die einzige umstrittene Frage ist vielleicht die Grenzlinie, die diese Veränderung vom gutartigen Osteoblastom trennt (Sehajowitz; Lichtenstein). Praktisch ist diese Frage von keiner großen Bedeutung, und nach unseren gegenwärtigen Kcnntnissen schließen wir uns der Ansicht Byers an, der je nach Größe der Läsion einen Unterschied zwischen den beiden Veränderungcn macht : Wenn der größte Durchmesser des Nidus 1 cm nicht erreicht, spricht er vom osteoiden Osteom, wenn die Läsion größer ist, vom Osteoblastom. Eine sichere Diagnose kann nur mittels histologischer Analyse gestellt werden. ])as histologische Bild ist sehr charakteristisch. Wenn aber der Röntgenbefund und das klinische Bild typisch ist, kann mit fast vollkommener Sicherheit ein osteoides Osteom angenommen werden. Der größte Teil der Fälle gehört in diese Gruppe.

Die Diagnosestellung kann schwierig sein, wenn die Röntgenaufnahme nicht charakteristisch oder wenig informativ ist und die Beschwerden des Kranken keinen AnhMtspunkt für eine Diagnose ergeben. Die diagnostischen Probleme bei Kindern können auf letztere Ursaehen zurückgeführt werden.