Die Zusammensetzung und Konstitution des Türkischrotes
✍ Scribed by H. E. Fierz-David; Max Rutishauser
- Book ID
- 102854952
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1940
- Tongue
- German
- Weight
- 818 KB
- Volume
- 23
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Uber die Zusammensetzung und die Konstitution des unter dem Namen ,,Tiirkischrot" bekannten Alizarin-Aluminium-Calciumlackes gibt es eine grosse Reihe von Arbeiten. Die Ersten, welche versuchten, alle drei Komponenten quantitativ zu erfassen, sind wohl Xuidu und Liecht2) gewesen. Sie stellten fest, dass das Verhaltnis von Alizarin zu Aluminium und xu Calcium das folgende ist:
1 Alizarin, 1 Aluminium, 3 Calcium. Baget3) behauptet dagegen, dass dieses Verhaltnis sei. Schon fruher hatte Rosenst,ieZ4) angegeben, dass sich das Aluminium zum Calcium wie 2: 3 verhalte, ohne dass er das Alizarin in Betracht gezogen hatte. Unter den zahlreichen andern Publikationen erwahnen wir die Studien von R. Huller5), welcher die geausserten Ansichten darlegt, ohne dass er sich jedoch in bezug auf eine Formnlierung des Lackes aussert. Das grosste Verdienst gebuhrt unserer Meinung nach Hoffmann6), welcher beobachtet hat, dass sieh aus den Acetonyl-acetonaten des Calciums und des Aluminiums in w a s s e r i g e m Pyridin mit Alizarin ein wohlkrystallisierter roter Lack herstellen lgsst, dessen Zusammensetzung er ermittelt hat. Hoffmann kommt in seiner Studie zum Schluss, dass in diesem krystallisierten Lac'ke eine Verbindung vorliege, welche wie folgt zusammengesetzt ist : 5 Alizarin, 1 Aluminium, 2 Calcium 4 Alizarin, 2 Aluminium (als Oxyd), 3 Calcium (als Oxyd), 2 Pyridin, 7 Wasser.
Auf Grund der geltenden Ansichten uber die koordinativen Komplexverbindungen schlagt er folgende Formel fur diesen Pyridin-Komplex vor (s. S . 1299).
Ohne auf die Richtigkeit dieser interessanten Formulierung an dieser Stelle einzugehen, darf gesagt werden, dam sie nichts uber die t8at8sachliche Zusammensetzung iind die Konstitution des auf der Faser erzeugten Tiirkischrotes aussagt,. Auch muss erwiihnt werden, dass Hoffmann die erhaltenen wohl ausgebildeten Krystalle, die er aus wasserigem Pyridin erhielt, nicht gewaschen hat, weil er befurehl) Auszug aus der Diss. von Dr. N a z Rutishauser, Zurich, E.T.H. 1940.
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