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Die zeitgemäße Behandlung der Osteomyelitis der Tibia

✍ Scribed by P. Maday; I. Horvath


Publisher
Springer
Year
1959
Tongue
English
Weight
489 KB
Volume
50
Category
Article
ISSN
1434-3916

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✦ Synopsis


Das erfolgreiche operative Angehen der Osteomyelitiden ist ein grol3artiger Erfolg der Knochenchirurgie der letzten Jahre. Wir erinnern uns wohl der mehrmals reoperierten Patienten, die jedoch nicht ausheilten. Die erfolgreiehe Therapie der Osteomyelitis begann mit der Epoche des Penieillins. Leider vergingen zahlreiche erfolglose Versuche, bis die zeitgem/£1]e chirurgische L5sung der Osteomyelitis ausgearbeitet wurde.

Die Excision der Fistel und die Exeochleation der osteomyelitisehen ttShle gehSren zu den bekannten operativen Verfahren. Vor der Epoche der Antibiotika war es weder mSglich, noch ratsam, die HShle prim/~r zu decken. Zur Ausffillung der HShle verwendete man --insofern dies mSglich war --Muskellappen, Spongiosa, Knorpel, evtl. alloplastisehes Material (Lebertran, Paraffin, Gips, sterilen Seesand usw.). Man versuchte die ausgeftillte HShle prim/ir zu deeken, aber die Osteomyelitis rezidivierte in den meisten F/~llen. Bei diesen operativen Methoden konnte auch kein zufriedenstellendes Ergebnis erwartet werden. Die/~ltere Literatur der Osteomyelitis fiberpriifend, kSnnen wir die Schlul~folgerung ziehen, dab der Flei• und die Arbeit der Forseher keinen Erfolg erbraehten und blol] ein geringfiigiges Prozent der Osteomyelitis abheilte.

Seit der Entdeekung des Penicillins bzw. der anderen Antibiotika erlebte die Chirurgie der Osteomyelitis einen gro6en Aufschwung. Die teilweise sehon vorangehend erw/ihnten und zur Ausffillung der HShlen verwendeten Gewebe, ferner gewisses heteroplastisches Material und Antibiotika hatten die Frage im wesentlichen gelSst. Die yon WINTEa, BENEDEK und Mitarbeitern 1950 ausgearbeitete Methode hat diese LSsung vervollst/indigt. Sie bereiteten aus dem Blut des Patienten durch Zusatz von Thrombin und Fibrin einen Blutkuehen zu und mengten ihm vor der Gerinnung Antibiotika bei. Die excochleierte HShle wurde mit dem geronnenen und zerstfickelten Blutkuchen ausgeffillt und nachher mlt einem entsprechenden Weichteil prim/~r bedeckt. Das antibiotische Blutkuchendepot gew/~hrleistete die weitere Steriht/it der HShle.

Einige in der letzteren Zeit verSffentliehte Mitteilungen treten noeh immer fiir die alten Methoden bzw. ffir die Ausffillung der HShlen ein : Ffir die Muskellappenimplantation, Ausfiillung mit Spongiosa, Auto-oder Heteroknorpel bzw. mit nylon-, orlon-per]onartigem Material. Eine andere Methode besteht in der Transplantation des freien Wolfe-Krause-Lappens in die HShle. Naeh der Adh/ision des Transplantats, sobald die Bedingungen der Sterilit/it gew/~hrleistet zu sein schei-


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