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Die Wirkung von gerinnungsfördernden Faktoren auf Skelet- und Herzmuskel

✍ Scribed by M. Gersch; R. Deuse


Publisher
Springer
Year
1957
Tongue
English
Weight
894 KB
Volume
265
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Verschiedene Beobachtungen lassen vermuten, daß die bei der Muskelkontraktion erfolgenden kol]oida]en Vorgänge £hnlich denen bei der Blutgerinnung sind. Dafür wird unter anderem die Wirkung der Ca++-Ionen angeführt, die bekanntlich einen für die Bintgerinnung notwendigen Faktor darstellen, ebenso aber auch einen Verkürzungseffekt des Muskelplasmas hervorrufen (H]~ILB~U~~ u. WIE~CI~SKI 1947). Darüber hinaus ist ihre Beteiligung bei der Plasmagerinnung ganz allgemein erwiesen (H]~~]~~UNN 1956). Nach Versuchen von LOEB (1905, 1906) treten im Muskel vom Hummer Gerinnungssubstanzen auf, die die Gerinnung der Hi~mo]ymphe dieses Tieres beschleunigen. Bei Wirbeltieren wurde in noch weiter zurückliegenden Untersuchungen von SC~MrDT (1892), D~LEZn~~E (1897) U. a. festgestellt, daß Muskelextrakt den Gerinnungsvorgang des Bhites beschleunigt. KRAus u. Fuchs (1929) konnten mit der Gefriertrocknungsmethode erhebliche Mengen von Prothrombin in der Muskulatur des Kaninchens nachweisen. Umgekehrt hat sich gezeigt, daß Plasma ganz allgemein und Muskelplasma im besonderen Heparin oder Heparin-ähnliche Substanzen enthalten. In diesem Zusammenhang ist wohl die Tatsache, daß Heparin das Froschherz in der Diastole zum Stillstand bringt, als ttemmungserscheinung der Kontraktion des Herzmuskels zu deuten. Für die Beziehung zwischen den Vorgängen von Plasma-bzw. Blutgerinnung und Kontraktionsvorgang spricht auch das Verhalten von Thrombin und von anderen spezifischen proteoly~ischenEnzymen. Nach den Versuchen von WooDw~D (1948) erfolgt eine Gerinnung isolierter Muskelfasern des Frosches in 0,1%iger Trypsin-t~inger-Lösung. ~oeh deutlichere Effekte erzielten WIEaCrSSKI u. CooKso~ (1949) nach Injektion einer 0,05 ~o igen Trypsinlösung in die Muske]fibrille. In beiden Fällen erfolgte eine zum Teil sogar heftige t~ontraktion.

Aus den hier kurz angeführten Verhältnissen erhob sich in bezug auf die Ergebnisse am Plasma von Amoeba proteus, zu denen unsere Versuche über die Einwirkung verschiedener extracelhilärer Faktoren geführt


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