Die Wirkung von Erdalkalimetallionen auf die Hemmung des Kaliumverlustes fluoridvergifteter Erythrocyten durch Substrate und Stoffwechselgifte
✍ Scribed by B. Lindemann; H. Passow
- Publisher
- Springer
- Year
- 1960
- Tongue
- English
- Weight
- 597 KB
- Volume
- 271
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Das Interesse, das die Fluoridwirkung auf die Ka~ionenpermeabilitgt roter BlutkSrperchen seit dem Erscheinen der Arbeiten yon WIL-~RANDTig, s° gefunden hat, beruht im wesentlichen darauf, dal~ man sich yon einer Aufklitrung des Wirkungsmechanismus dieses typischen Stoffwechselgfftes einen Einblick in die Zusammenhgnge zwischen Glucolyse und Regulierung der Kationenpermeabili~gt versprechen konnte. Tatsgchlich wurde yon WInBRA~DT und anderen AutorenS,S, 9 nachgewiesen, dal~ die Glucolysehemmung 4urch das Fluorid am Zustandekommen der Permleabiitgtsgnderung mitbeteiligt ist, Besonders deutlich kommt dieser Zusaramenhang zwischen Stoffwechsdhemmung un4 Permeabilitgtsgnderung dadurch zum Ausdruck, dali der dutch das Fluorid aus-gelSs~e Kaliumverlust dutch Zusatz geeigneter Substrate (Adenosin s, Byruvat s0), Oxydantien (Methylenblau s0, Nitrit9 u. a.) oder Stoffwechselgffte (Cyanid ~°, Monojodessigsgure u. a.), die sicher nich~ als Komplexbildner fiir die Bindung yon Erdalkalimetallionen in Fr~ge kommen, verhindert werden kann. In einer vorangehenden Arbeit i~ kormte nun abet gezeigt werden, dal~ die Natur der dutch das Fluorid hervorgerufenen _~nderung der Kationenpermeabilitgt yon der Erdalkalime~allkonzentration der AuBen-• 16sung abhgng~. Es wurde beispielsweise gezeigt, dal~ bei geringer Erd-alkalimet~llkonzentration durch das ~luorid nach Ablauf einer Latenzzeit eine recht spezifische Wirkung auf die K~liumpermeabilitgt erzielt wird, wghrend bei hoher Erdalkalimetallkonzentration ohne vorhergehende Latenzzeit Kalium-und Natrinmpermeabilitg~ erheblich ver-gr61~ert werden. Es fiag~ sich nun, ob beide verschiedenar~igen Wirkungen des ~-in enger Beziehung zur Glucolysehemmung durch das Stoff-wechselgif~ stehen, oder ob es sich in einem der beiden Fglle um eine yon der Stoffwechselhemmung unabhgngige Schgdigung der Zdlmembran h~ndelt. * I-Ierrn Professor Dr. RUDOLF ~O~D zum 65. Gebttrts~g gewidme~. ** Mit Unterstiitzung der Deutschen ~orschungsgemeinsehaf~ und des Buadesministeriums ~fir Atomkernenergie und W~sserwirtschaft.