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Die Wirkung hypertonischer Lösungen auf die intestinale Resorption verschiedener Zuckerarten

✍ Scribed by S. Vidal-Sivilla


Publisher
Springer
Year
1958
Tongue
English
Weight
991 KB
Volume
265
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


In der Literatur finden sich nur flüchtige Bemerkungen über die Widerstandsf~higkcit der Darmschleimhaut und den Schutzeffekt der Wasser-und Schleimsekretion, und es wird angedeutet, daß m5glicherweise nur bei Anwendung höchstkonzentriertcr hypertonischer Lösungen die Integrität des Darmepithe]s angegriffen werden kanng,15,16, 25.

Bei der Corischen Methode, nach welcher die Zucker --trotz der Verdünnung im Magen und der Entleerungsverzögcrung4,S,lS, 2° --noch in einer zwei-bis viermal stärkeren Konzentration als der isotonischen Lösung vom Magen in den Darm gelangen6,16, 2°, wird dem Einfluß der Hypertonie auf die Darmschleimhaut keine Bedeutung beigelegt. Bei den _~~ethoden, nach welchen die Zuckcrlösung direkt in eine Darmschlinge injiziert wird, werden des öfteren hypertonische Lösungen benutzt, um ein zu frühes Verschwinden der zu resorbierenden Substanz zu verhindern. Auch bei Intubation des menschlichen D/inndarms nach der Methode von MILLER~ABBOTT 1 wurden manchmal zu Resorptionsversuchen hypertonische Zuckcrlösungen eingeführt 2,10.

Auf Grund dieser Betrachtungen schien eine Untersuchung über die Wirkung hypcrtonischer Lösungen auf die intestinale t~esorption wichtig zu sein. Schon früher hatten wir eine Arbeit über die Resorption hypcr-~ tonischer Glucoselösungen veröffentlicht 2:, deren Resultate kurz zusammengefaßt werden sollen, da sie für die in dieser Arbeit zu schildernden Versuche von Bedeutung sind.

Nach der Methode von SOLS u. Po_~z 21 (vgl. unten Methodik), waren an Ratten in derselben Darmsehlinge ,in situ" jeweils vier nacheinander folgende Experimente von je dreißig Minuten Dauer ausgeführt worden (Abb. 1). In einer Versuchsreihe (Kurve I) wurde eine isotonische GlucoselÖsung (5,4~o) verwendet, wobei die Mittelwerte der resorbierten Zuckermengen in den vier aufeinander folgenden Resorptionsexperimenten gleich blieben, da das Res0rptionsvermögen l~nger als zwei Stunden konstant ist. In einer anderen Versuchsreihe (Kurve IV) wurde eine stark hypertonische Lösung (21,6~o) verwendet; die Menge resorbierter Glucose verminderte sich schnell und fortschreitend in den aufeinander folgenden Resorp-* Teilergebnisse dieser Arbeit wurden auf der Tagung der Deutschen Physiologischen Gesellschaft in Hamburg, vom 16. bis 19. September 1952, vorgetragen.


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