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Die Wirkung des Depressorreflexes auf die Gefäße der Froschniere

✍ Scribed by Eberhard Dieter


Publisher
Springer
Year
1962
Tongue
English
Weight
753 KB
Volume
276
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Mißt man das Blutvolumen, das die Niere in der Zeiteinheit passiert bei wechselndem Blutdruck, so findet sich ein konstanter Wert im Bereich zwischen 90 und 200 mm Hg. Diese Eigenschaft der Niere wird als ,Autoregulation der Nierengcf~ße" bezeichnet und hat zur Folge, daß die Menge des Primärharns in diesem Druckbereich konstant ist (SHIe~~r u. ST~])YI~; S~LKU~~ls; T~tURA~ u. Kn~v~~~ 16 u.a.). Die Eigenschaft der Niere l~ßt sich sowohl am Organ in situ als auch am exstirpierten Organ nachweisen (0CgWADT 9) und wird durch muskelersehlaffende Pharmaka wie das Papaverin aufgehoben (T~u~Av u. K~xlwE~ls,le). Es handelt sich demnach um eine F~higkeit der Nierengefäße, ihreWeite wechselndem Druck so anzupassen, daß ein konstantes Blutvolumen die Niere passiert.

Die Autoregulation der Nierengefäße hat zu der Vermutung geführt, daß die Nieren bei nervösen Kreislaufregulationen im Interesse einer gleichmäßigen Durchblutung ausgespart bleiben. Anderseits lassen sich an den Nierennerven sowohl der Warmblüter als auch der Kaltblüter Aktionspotentiale nachweisen, deren Anzahl vom Druck im großen Kreislauf abhängt (E~GET~HO~~S; WEIDINGEB, FEDI~A, KEItREL U. SC~A]~FER ls ; DIETE~~). Es erhebt sich die Frage, ob diese Impulse an den Nierengefäßen angreifen. Die Denervation der Niere beeinflußt die Durchblutung der Nieren nicht sicher, wie in zahlreichen Versuchen gezeig~ wurde, auch die Autoregulation bleibt am exstirpierten Organ erhalten. Ein Einfluß der Nerven läßt sich am Warmblüter erst unter bestimmten Versuchsbedingungen, wie der Anoxie, nachweisen (K~~-ME~S). Aktionspotentiale finden sich aber an den Nierennerven unter allen Versuchsbedingungen. Auf diese Diskrepanz von Versuchsergebnissen verschiedener Methodik wurde kürzlich von PArrENHEIME~ U. SCHA.~EFER 10,11 hingewiesen.

Um den Einfluß der Nierennerven auf die Nierengefi~ße festzustellen, ist es am günstigsten, die Nieren künstlich zu perfundieren und nur • Herrn Prof. Dr. E. Scn£~z zum 60. Geburtstag gewidmet.


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