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Die Umsetzung von Diazoverbindungen mit Azoverbindungen, IV1) Die Oxdiazolin-Azomethin-imin/Ring-Ketten-Isomerie

✍ Scribed by Fahr, Egon ;Döppert, Karl ;Scheckenbach, Franz


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1966
Weight
416 KB
Volume
696
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Eingegangen am 24. Dezember 1965 Aus 9-Diazo-fluoren und Azodicarbonsaureestern entstehen bei Temperaturen unterhalb 50" Verbindungen, denen im festen Zustand die Oxdiazolin-Struktur 3 zukommt. In Losung stellt sich ein Gleichgewicht mit der isomeren Azoniethin-imin-Form 4 ein, die das chemische Verhalten bestimmt und sich mit dipolarophilen Agenzien (Diphenylketen, Phenylisocyanat) abfangen IaRt. Oberhalb 50" erfolgt irreversible Tsomerisierung zu den entsprechenden Hydrazondicarbonsaureestern 2. Aus Azodicarbonsaurediathylester und Diazofluoren erhielten Staudingev und Gaule3) eine farblose Verbindung, fur die sie die Diaziridin-Struktur 1 b diskutierten. Beim Erwarmen erfolgt Isomerisierung zum Hydrazondicarbonsaureester 2 b, dessen Struktur auf unabhangigem Wege bewiesen wurde4). Hingegen erscheint die Diaziridin-Struktur 1 wenig wahrscheinlich, nachdem gezeigt wurde I), daR die in der Literatur als Diaziridine beschriebenen Produkte aus Diazoessigsaureester und Azodicarbonsaureester 1.3.4-Oxdiazoline sind.

N-CO2R

,COZR