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Die thermische Zersetzung von K2[SIF6] unter Berücksichtigung herstellungsbedingter Verunreinigungen und des Einflusses der Gasatmosphäre

✍ Scribed by Lothar Kolditz; Wolfgang Wilde


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
2010
Weight
178 KB
Volume
23
Category
Article
ISSN
0044-2402

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✦ Synopsis


Nach IRund Raman-Daten [4]-[6] besitzt das P,O,CI,-Molekiil im fliissigen Zustnnd mindestens ein Symmetrieelement, namlich die Ebene, in der das Geriist der P-0-Bindungen liegt (CIS). Die CI-Atome liegen symmetrisch zu dieser Ebene. Die Molekiilspektren gestatten jedoch auch die Annahme einer C,,-ahnlichen Symmetrie mit zwei Symmetrieebenen und einer zweizahligen Achse durch das Briickensauerstoffatorn. Anf Grund der Aufspaltung der 3Wl-NQR-Spektren (Tab. 1) kann jedoch jegliches Symmetrieelement in den Molekiilen im festen Zustand ausgeschlossen werden, wenn man annimmt, da5 jeweils nur eine Molekiilkonfiguration dem Spektrum der betreffenden Knstallmodifikation zuzuordnen ist.

Dithiopyrophosphorylchlorid, P,OS,CI,, bildet beim Abkiihlen auf 77 K ebenfalls ein Glas, das einen breiten (0,7 MHz) asymmetrischen NQR-Peak bei 29,4 MHz zeigt. P,OS,CI, kristallisiert leichter als P,O,CI,, das NQR-Spektrum der kristallinen Substanz zeigt jedoch zwei relativ breite Signale (Tab. l), was fiir einen niedrigen Ordnungsgrad im Kristallgitter des P,0S2C1, spricht. Die mittlere 35Cl-Frequenz des P,OS,Cl, ist gegeniiber dem P,O,Cl,erhoht. Dies stimmt mit den stiirkeren elektronenziehenden Eigensrhaften der 0-Atorne im Pyrophosphorylchlorid uberein.

Die Substitution von 0 durch S in verwandten Phosphorverbindungen fiihrt normalerweise zu einer Erhohung der ,TI-NQR-Frequenz der an den Phosphor gebundenen CI-Atome.