Die Theorie der Gravitation
✍ Scribed by E. Wiechert
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1924
- Tongue
- English
- Weight
- 598 KB
- Volume
- 222
- Category
- Article
- ISSN
- 0004-6337
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✦ Synopsis
Band 222. Nr. 5313. 9 T Die Theorie der Gravitation. Von E. Wiechert. s I. 1 9 2 0 habe ich eine elektrodynamische Theorie der Gravitation gegeben (Astrononi. Nachr. Bd. 2 I I Nr. 5054, Ann. d. Phys. 63.301-381), die in Einzelheiten unbestimmt bleiben muflte, weil das Beobachtungsmaterial unsicher war. IXe Sachlage ist inzwischen giinstiger geworden, seit die Ergebnisse der Sonnenfinsternisbeobachtungen von I 9 2 2 hinzugekommen sind und St. rohn die Ergebnisse seiner neuen IJntersuchungen im Mt. Wilson-Observatorium uber die Rotverschiebung mitgeteilt hat. So will ich denn im folgenden zeigen, wie meine Theorie sich nun darstellt; wiederum schlieae ich daran einen Vergleich rnit der Einstcinschen Theorie.
Ebenso wie bei fruheren Gelegenheiten benutze ich : als Einheit fur die Lichtablenkung im Gravitationsfeld diejenige, welche sich fur die Newtonsche Emissionstheorie ergibt; als Einheit fur die Rotverschiebung diejenige, welche ein Beobachter in einer beschleunigt durch den Weltenraurn gezogenen Beobachtungszelle als Folge der scheinbaren Gravitation finden wurde, weil wegen der Beschleunigung das Licht von einer auntera ihm befindlichen Lichtquelle immer wachsende Zeit braucht, um zu ihm zu gelangen; als Einheit fur die theoretische Perihelbewegung diejenige, welche sich ergsbe, wenn gegenuber der Ncwtunschen Theorie nur jene Anderung der Trrgheit zut Geltung kkme, welche geniaC den Lorcntzschen elektro-dynamischen Formeln von 1904 eine Folge der Anderung der . Geschwindigkeit ist.
Wiederum seien bei diesen Einheiten y , cr und q die Ma& zahlen der auf Rechnung der Gravitationstheorie komnienden Lichtablenkung, Rotverschiebung und Zusatzperihelbewegung.
Nach der Emsfcinschen 'Theorie ist y = 2 , d = I , q = 6. Die Werte y = 2 und d = I erscheinen nun durch die Beobachtungen einigermaflen sicher gestellt I ) . In Bezug auf q herrscht noch ungef~hr dieselbe Unsicherheit wie 1920, denn eine eingehende Diskussion des Reobachtungsmaterials durch H. Kienlc [Naturwissenschaften 10.217.246 (1922)] llOt erkennen, daO zur Zeit fiir q der wahrscheinlichste Wert etwa 5 ist und daO die Werte 4 und 6 rnit den Beobachtungen noch vertraglich scheinen. Wiederiim wie I 9 2 0 wird hinzugefiigt werden mussen, da5 9 kleiner sein ktinnte, wenn im Sinne der Theorie yon SeeCigcr sonnennahe Massen mitwirken sollten.
Es zeigt sich nun, daO meine Theorie fiir die Werte y = 2 , u = I , q = 6 sehr einfache Formen annimmt, so einfache Formen in der 'Tat, da5 man, wenn die Einsfcinsche Theorie lricht vorhanden ware, geneigt sein ktinnte, in dieser Einfachheit einen Wahrheitsbeweis fur die Theorie zu when.
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