Die seltene Dislokation des Radiusköpfchens nach dorsal und ihre Behandlung
✍ Scribed by K. H. Römer
- Publisher
- Springer
- Year
- 1958
- Tongue
- English
- Weight
- 240 KB
- Volume
- 50
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
R~ISSmL braehte in dieser Zeitschrift eine eingehende Zusammenstellung der isolierten Fraktur des Radius in seinem ellenbogengelenknahen Anteil. Uber die Infraktionen, Meil3elfrakturen, Absprengungsbriiehe und Zertriimmerungen des l%adiusk6pfehens sowie die Speiehenhalsbriiehe mit und ohne Dislokation liegen seit der ersten VerSffentliehung einer RadiuskSpfehenfraktur dutch L~ssE~ 1872 eine t%eihe yon Arbeiten vor, die eine st~rkere Betonung in den Jalaren 1920--1939 aufweisen. Sie finden ihre Begriindung in der Suehe naeh einer in ihrem Ergebnis befriedigenden Behandlungsform. Das Resultat dieser Bemiihungen hat aueh heute noeh Giiltigkeit: Die konservative Behandlung ist allen Frakturen ohne Dislokation vorbehalten.
Bei Jugendliehen gelingt in frisehen Fiillen bei dislozierten Briiehen im Halsbereieh fast ausnahmslos die Reposition (O]~POLZ~R), sie soil deshalb immer versueht werden. Gelingt sie nieht, ist man znr pereutanen t~eposition naeh J. BS~LER oder zum operativen Vorgehen gezwungen. Die Entfernung des SpeiehenkSpfehens soil mSgliehst unterbleiben, um Waehstumsst6rungen zu vermeiden.
Beim Erwaehsenen ist dagegen die blutige l%eposition gewShnlieh unvermeidlieh, doeh sollte aueh bier zuvor, gegebenenfMles unter Relaxantien, eine unblutige Fraktureinriehtnng oder die pereutane I%eposition versueht werden.
Zur Retention des operierten Bruehes haben sieh neben N~hten, Klammern und Ni~geln besonders gekiirzte Kirsehnerdr~hte bew~hrt. Allerdings fiihrt jede Arthrotomie trotz sehonendstem Vorgehen beinah ausnahmslos zu mehr oder weniger starken Bewegungseinsehr~nkungen des Ellenbogengelenkes, und zwar sind die zu erwartenden StSrungen mnso ausgepri~gter, je ~lter der Verletzte beim Eingriff war.
Ihre Bereehtigung finder die blutige I%eposition nut darin, dag die Ergebnisse der konservativ behandelten dislozierten Radiusk6pfehenfrakturen noeh sehleehter sind und dab die sp~ter fast immer notwendige Exstirpation des KSpfehens i~uBerst ungiinstige Ergebnisse zeitigt.
Die Briiehe im l%adiushalsteil entstehen dureh direkte Gewalteinwirkungen oder indirekt dutch Fall auf den naeh vorn ausgestreekten oder leieht flektierten Arm, bei gleichzeitiger Dorsalflektion und Pronation der Hand unter besonderer gelastung des Daumenballens, evtl. aueh bei Supination des Unterarms. Beim Fall naeh hinten auf den gestreekten oder leieht flektierten Arm kommensie bei