Die Schlammbildung bei Transformatorenölen
✍ Scribed by Hans Stäger
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1923
- Tongue
- German
- Weight
- 555 KB
- Volume
- 6
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Wenn Mineralole langere Zeit hoheren Temperaturen und Luftsauerstoff ausgesetzt sind, so verandern sie sich im Verlaufe derselben mehr oder weniger stark. Solche Verhaltnisse haben wir im praktischen Betrieb bei der Dampfturbinenschmierung und irn Transformator. Die Ole, die fur diese Zwecke in Betracht kommen, mussen daher bei obigen Bedingungen sehr bestandig sein. Es wurde fruher gezeigtl), wie sich diese Schlammbildung abspielen kann und was fur Methoden zur Prufung und Begutachtung solcher Ole angewendet werden. Es sol1 hier nur noch kurz erwahnt werden, dass die Zersetzung der "Iineralole durch eine Autoxydation verbunden mit Polymerisations-und Kondensationsvorgangen verursacht wird. In den ausgeschiedenen Reaktionsprodukten sind, wie bereits gezeigt worden ist, asphaltenartige Verbindungen neben Asphaltogensauren enthalten. Es entstehen aber im Weiteren auch noch ollosliche Sauren und cyclische ungesattigte Verbindungen, die ebenfalls ira 8 1 loslich sind. Bei hoheren Temperaturen entwickeln sich auch fluchtige Sauren. Die Reaktionsprodukte sind also der verschiedensten Art.
Es ist sowohl fur den Materialpriifer, als auch fur den Verbraucher sehr wichtig zu wissen, welche Bestandteile des 8les die Hauptursache der Schlammbildung sind. Zur Qualifizierung von Turbinenolen wurden die sog. Kissling'schen Verharzungskonstanten2) eingefuhrt : Teer-und Kokzahl, bezw. Verteerungs-und Verkokungszahl. Unter Teerzahl versteht Kissling die beim Erwarmen von 100 gr 01 mit alkoholischer Natronlauge in diese ubergehenden und nach dem Ansauren der alkalischen Losung durch Benzol herauslosbaren Stoff e. Die Kokzahl ist die Menge der nach Entfernung der teerartigen Bestandteile des 8les in Petrolather unloslichen, kokartigen Stoffe.
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Der Vorgang der Schlammbildung bei Mineralolen oder, wie er auch bezeichnet wird, die Verteerung oder Asphaltierung, ist bis heute noch sehr schlecht bekannt. Bei der Verwendung solcher ole im Transformatorenbau ist aber gerade diese unangenehme Nebenerscheinung von grosser Bedeutung. Es wurden dahe