Die Reifung des Atemzentrums bei Fr�hgeborenen
✍ Scribed by Dietel, V.
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1953
- Weight
- 236 KB
- Volume
- 73
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2917
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✦ Synopsis
Je ktirzer die Schwangerschaftsdauer, um so unreifer ist der Neugeborene. Die Unreife erkennt man an der verminderten physiologischen Arbeitsf~ihigkeit. Ein unreifes Kind vermag in den ersten Lebenstagen nicht geniigend seine KSrperw~rme einzustellen; seine Saugkr. aft ist herabgesetzt. Die Unreife des Atemzentrums driickt sich in dem Auftreten niederer Atemformen aus.
Wie yon P~I]~EI~ beschrieben, besteht d~s Atemzentrum aus dem Zentrum der h6chsten Atemform, dem Periodenzentrum, dem Schnappzentrum und dem Zentrum der Kehlkopfbewegungen, des die niedrigste Atemform hervorruft. Im Sterben kann man den Zerfall des Atemzentrums, d.h. den Abba~ der einzelnen Teilzentren in der aufgez~hlten Reihenfolge beobachten (PEIPER). Allerdings wird oft die eine oder andere Atemform iibersprungen, indeln z.B. die Atmung yon der hSchsten Atemform --iln folgenden Ms Normalatmung bezeichnet -gleich in Schnappatmung tibergeht. Kehlkopfbewegungen fehlen oft. In dieser Arbeit will ich zeigen, auf welcher Entwicklungsstufe der hSchste Bestandteil des Atemzentrums rhythmusbestimmend geworden ist.
Um ein genaues und gleichm~Lgiges Bild zu erhalten, miissen die Atemkurven m5gliehst in tiefem Schlaf geschrieben werden. Der vorherrschende Atemrhythmus kunn dann l~ngere Zeit stSrungsfrei beobaehtet werden.
Ich schrieb Atemkurven yon 80 unreifen Kindern in Abst~nden yon 8 Tagen. W~ren Anzeiehen eines l)berganges auf die hSchste Atemform erkennbar, so sehrieb ieh h~ufiger. Die Normalatmung wurde nach ihrem Auftreten noeh eine Weile verfolgt. Insgesamt stiitzen sieh meine Beobaehtungen auf fiber 500 Kurven. 50 Friihgeborene k0nnte ich bis zum Einsetzen der h5chsten Atemform und dariiber hinaus beobaehten, die anderen starben vorher. Ieh wi~hlte nur Kinder mit rein periodiseher Atmung, deim wenn schon zu Anfang Schnappatmung besteht, so ist des Kind in irgendeiner Weise geseh~idigt, und die Lebensaussiehten sind geringer. Die periodische Atmung ist durch langsames An-und Abschwellen der Atemtiefe nach kiirzeren oder l~ngeren Atempausen gekennzeiehnet. Je unreifer ein Kind
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Aus der Universit/~ts-Kinderklinik I~ostock (Direkbor: Prof. Dr. reed. F. THOENES) und der I. Kinderklinik des S~dtisehen Krankenh~uses Berlin-Buch (Chefarzt: Prof. I)r. reed. habil. :H. W. OOKLITZ)