Die Quecksilberacetatdehydrierung von Sabadilla-Alkaminen und die Darstellung von Alkamin-Amiden 13. Mitt.: Veratrin- und Veratrum-Alkaloide
✍ Scribed by Dr. H. Möhrle
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1961
- Tongue
- English
- Weight
- 673 KB
- Volume
- 294
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Triacetylorthoacetylcevin zeigt sowohl in Kaliumbromid-PreBlingen als auch in Chloroformlosung im IR-Spektrum eine Bande bei 2780 cm-l, die bei der Salzbildung verschwindet. Die Intensitiit der Bande gestattet keine einwandfreie Zuordnung als ,,trans-Bande" des Chinolizidinsl). Deshalb wurde versucht, durch Quecksilberacetatdehydrierung eine Kliirung der Konfiguration der Chinolizidinteilstruktur zu erreichen. Zwischenzeitlich erschien eine Veroffentlichung Son Kupchan, Johnson und RajagopaZan2), in welcher dem experimentellen Befund nach ein cis-Chinolizidinderivat gefordert, in der Raumformel aber eine trans-Verknupfung gezeigt wird. Dieser Widerspruch veranlaote die Portsetzung der begonnenen Arbeit.
Bei der Einwirkung des Quecksilber-XDTA-Komplexes nach Klzabe3) auf Triacetylorthoacetylcevin wurde nach ca. 15 Minuten Erwarmen auf dem Wasserbad eine beginnende Quecksilber-Abscheidung beobachtet ; nach ca. 35-40 Minuten trat Kristallbildung am GefiiB auf. Insgesamt wurde ungefahr die fur 2 Oxydationsaquivalente berechnete Menge Quecksilber abgeschieden. Die Aufarbeitung der uberstehenden Losung ergab aber kein Imoniumsalz, sondern weitgehend 3,4,14,16-Tetraacetylcevin. Das Kristallisat zeigte im IR-Spektrum eine ausgepragte Bande bei 1615 cm-l, die einer C=C-Bindung4) (evtl. konjugiert), einem Carbonsa~resalz~), einem Enamin5) oder einem Laktam5) 'j) zukommen konnte. Da jedoch auf PC mit Dragendorff-und Jodplatinat-Reagens keine Detektion moglich war, wurde eine *) Herrn Prof. Dr. K . Winterjeld zum 70. Geburtstag gewidmet.