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Die papierchromatographische Analyse von Aldehyden und Ketonen III: Die quantitative papierchromatographische bestimmung von Aldehyden und Ketonen in ätherischen Ölen und Riechstoff-Kompositionen

✍ Scribed by Schulte, K. E. ;Storp, C. B.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1956
Weight
853 KB
Volume
58
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


liche Autoren sind sich jedoch dariiber einig, dai3 es keine direkte Verbindung zwischen den Interzellular-Briicken und den Bindegewebsfasern der Cutis gibt. Die Interzellular-Briicken sind cytoplasmatische Rohren, die von Epidermis-Zelle zu Epidermis-Zelle ziehen und die damit die lebende Oberhaut zu einem Zellkomplex in streng anatomischem Sinn mnchen. Es ist in diesem Zusammenhang interessant, jedoch noch nicht vollig geklart, dad Laden und Mitarbb. es, 30 elektronenoptisch zwar die K e r n membran der Epidermis-Zelle gut haben ausmachen konnen, die Anwesenheit einer Zellmembran an diesen Elementen jedoch vermissen. Damit werden, wie dies H . Pinkus32 referierend anmerkt, altere Anschauungen von Unna wieder auf den Plan gerufen, namlich die eines Zellkomplexes der Epidermis. Lagermalm und Mitarbb. 33 haben nach langfristiger Einwirkung van Na-Sulfat kleine, unregelmafiig zerknitterte Memlbranen von 100 A Dicke und 20 bis 30p Durchmesser in der Hornschicht festgestellt, welche nach H. Pinkus 32 moglicherweise Zellhullen von Keratin-Zellen darstellen. Die Farbungen der Interzellular-Briicken lassen auf die Anwesenheit von Phospholipoiden schliefkn, wobei der positive Ausfall der Hotchkiss-McManus-Farbung auf eine Reaktion mit einer Doppelbindung innerhalb der Phospholipoide zuriickgefuhrt wird. Van besonderer Wichtigkeit fur die Struktur der Haut sind die nach der Technik von Barrnett und Selagman34 anfarbbaren, proteingebundenen Sulfhydryl-und Disulfid-Gruppen, deren histochemischer Nachweis in gesunder und kranker menschlicher und tierischer Haut vorzugsweise in amerikanischen Arbeiten beschrieben wird, so z. B. bei Montagna, Eisen, Rademacher und Chase14, v. Scott und Flesh35 u. a. Quantitative Analysen sind von v. Scott und Flesh im Zu-82Dermatologica (Basel) 108, 37 [1954]; 106, 25 [1953]. sc Nature (London) 168, 1080 [1951]. 34 Science 116. 323 [1952]. ~75 A. M. A. Arch. Dermatol. Syphilol. 70, 141 [1954].

sammenhang mit der Keratinisierung vorgenommen worden Harte Keratine (Nagel, Haare) und weiche HornsubstanL (Hornschicht der menschlichen Haut) unterscheiden sich im wesentlichen in der Menge der disulfidbriickentragenden Proteine.

Wahrend in der menschlichen Epidermis nach unserer heutigen Kenntnis die SS-Gruppen enthaltenden Aminosauren in gleicher Gro5enordnung sowohl im Stratum corneum als auch im Stratum germinativum gefunden werden, zeigen harte Keratine, z. B. die Dorsalflache des Kuhhufes, eine Steigerung der Disulfid-Briicken auf das fiinfzehnfache derjenigen Menge, welche man in der Keimschicht feststellen kann. Auch die plantare Flache des Kuhhufes weist noch sechsmal mehr Disulfid-Briicken auf als das Stratum Malpighi. Auf der Grundlage dieser quantitativen Untersuchungeii haben v. Scott und Flesh eine Reihe aufgestellt, an deren einem Ende als Vertreter der harten Keratine der Kuhhuf steht, wahrend dimenschliche Hornschicht als weiches Keratin das andere Extrem bildet. Dazwischen lassen sich zwanglos, j e na& dem Mengenverhaltnis van Disulfid-Briicken in Keim-und Hornschicht alle ubrigen Keratine einordnen. Man ersieht daraus, dai3 dem Schwefelstoffwechsel als einem biochemischcn Geschehen bereibs bestimmte anatomische Strukturen zugeordnet werden konnen. Die von Montagna und Mitarbb histochemisch an den cytoplasmatischen Auslaufern der Basalzellen (Wurzelfiifichen), a n den Interzellular-Briicken, in den Bizzozero-Knoten und an den Tonofibrillen nachgewiesene positive Reaktion auf Sulfhydryl-und Disulfid-Gruppen erweitert dariiber hinaus unser Verstandnis iiber die engen Beziehungen zwischen der chemischen und der anatomischen Feinstruktur der Haut. Der hohere Gehalt a n Sulfhydryl in der Keimschicht gegeniiber demjenigen der Hornschicht kann auf die Mitwirkung dieser Gruppen bei enzymatischen Reaktionen, z. B. bei der Inaktivierung der fur die Pigment-Bildung wichtigen Tyrosinase, zuriickgefiihrt werden.


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