Die Oxydation der arsenigen Säure durch Salpetersäure bei Gegenwart von Mercuri-Ionen; der Übergang eines negativen Katalysators in einem positiven
✍ Scribed by Alfons Klemenc; Friedrich Pollak
- Book ID
- 104603853
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1921
- Tongue
- German
- Weight
- 516 KB
- Volume
- 115
- Category
- Article
- ISSN
- 0372-7874
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✦ Synopsis
Das besondere Verhalten von Quecksilbersalzlosungen gegenuber Oxydationsvorgangen ist mehrfach von verschiedenen Seiten behandelt w0rden.l) In allen Fallen war groBe Empfindlichkeit festgatellt worden, wobei meist ein heterogenes System vorlsg. Es war deshalb sehr willkomnien, als eine Oxydationsreaktion im homogenen System aufgefunden werden konnte, bei der sich in einfacher Weise die grolje Empfindlichkeit gegen Mercuri-Ionen feststellen lie$. An Hand der Reaktion konnte noch die weitere Eigenschaft des Hg-Ions aufgefunden werden, daD die Richtung deF Einflusses, den es auf Oxydationsvorgange ausiibt , eine Funktion seiner Konzentration ist. Die in Betracht kommende Reaktion ist die Einwirkung von Salpetersiiure auf arsenige Saure, die vie1 beniitzte Methode zur Herstellung von Sticliosyden. Erwarmt man Arsentrioxyd mit Salpetersaure, so entweichen sofort Stronie der roten Stickoxyde; gibt man aber eine Spur Hg-Nitrat dazu, so hiirt diese Entwicklnng der braunen Dampfe auch bei fortdanerndem Kochen sofort auf. Nachstehend folgen inTabellenform einige Beobachtungen (Tab. 1). Die Oxydationslosung wurde in einem geschlossenen Kolben, in ejnem Thermostaten von 40° auflsemahrt und nach den angegebenen Zeiten, vom Augenblicke der Mischung an gerechnet, titriert. Die Titration der arsenigen Saure erfolgte (nach Xeutmlisation der Salpetersaure mit NaOH) bei Gegenmrt von NaHCO, mittels 'Ilo n. Jodlosung. Diese mehr qualitativen Versuchsergebnisse, die sehr leicht re- produzierbar sind, wurden durch die folgenden, sehr genau ausgefhhrten Messungen erganat. Da die Geschwindigkeit der Reaktion von Versuch zu Versuch von geringen Verunreinigungen abhtingt, ist eine kinetische Beschreibung dep Ablaufes furs erste hier ohne Interesse. Qualitativ sind die Versuche immer reproduzierbar. Auc; l) Siehe G. VOKEB, ,,Die Katalyse", I. u. 11. Teil. Enke, Stuttgart, 1910. 9* I ) Dichte der ko:nz. Salpetersiiure stets 1,40. ?) Die Zahlen dieser Spalten beziehen sich auf 10 ccm Losung und sind init Berucksicht3igmg der h i m Vermischen eintretenden Volumiinderung Imrechne t.