Die numerischen Variationen des Fußes
✍ Scribed by H. J. Refior
- Publisher
- Springer
- Year
- 1968
- Tongue
- English
- Weight
- 935 KB
- Volume
- 63
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Eingegangen am 20. August 1967
Unter dem Begriff der numerischen Variationen versteht man fiir den Bereich der Hand und des FuSes StSrungen der Breitendifferenzierung im Sinne yon l)bersehu$-oder Mangelbildungen der Finger-und Zehenstrahlen.
Der einheitliche Charakter yon Uberschul~-und Rfiekbildungsformen wurde ffir die Hand yon W. MOI~LER erstmals dargelegt. Er trifft aueh ffir den FuS zu. Danaeh sind Polydaktylie und die entspreehenden Formen yon Oligodaktylie einheitliche Erscheinungen des gleichen biologischen Geschehens --Schwankungen um den Normaltyp der Fiinfstrahligkeit --, nut gewissermafen mit umgekehrten Vorzeiehen.
Das Prinzip der Entstehung beider numerisehen Fehlformen sieht W. M~LLE~ in einem entgegengesetzten Gabelungs-prozel3, der bei der Polydaktylie mit Aufspaltung des peripheren Endes eines Strahles und bei der Oligodaktylie mit der Verschmelzung des zentralen Endes zweier Strahlen beginnt (Abb. 1).
In den grundlegenden Publikationen, die sich mit den numerisehen Schwankungen an Hand und FuS befassen (G~E-SE; W. MOLLER; SCHWAL~E-G~u~En; WERTgE~A~N ; POLI~ZEi~ ; WIT~, COTTA U. JXGE~; HOrF u. a.), f/tilt auf, daS zwar auf Poly-und Oligodaktylie der Hand ausgihrlieh eingegangen, daS jedoeh den numerischen Variationen des FuSes nur geringer Raum gewidmet wird. Das mag H.J. REFIOR: I m Krankengut unserer Klinik konnten in den letzten 15 Jahren 48 Patienten mit numerischen Fehlbildungen des FuBes beobachtet werden. [~ber diese Fehlbi]dungen soll hier berichtet werden. I. Polydaktylie 36 Patienten, 19 m~nnlichen und 17 weiblichen Geschlechts, wiesen polydaktyle Ver/£nderungen der FfiBe auf. Dabei handelte es sich in 20 F/~llen urn beidseitige Uberschul~bildungen der Zehenstrahlen. Sechsmal wurde ein rechtsseitiger, zehnmal ein linksseitiger Befall verzeichnet. Kombinationsfehlbildungen Abb. 2. Initiale Dreifachbildung des L Strahls wurden bei 22 von 36 Patienten nachgewiesen. Die einzelnen Zehenstrahlen waren yon den UberschuBbildungen wie folgt betroffen. Polydaktylie des I. Strahls --des Grol~zehenstr~hls --wurde bei 10 Patienten 15mal beobachtet. Sie war 4m~l mit einer Triphalangie eines der Doppelpartner, und zwar einseitig, kombiniert. Dabei handelte es sich in drei F~llen um eine tibiale and in einem Fall U meine fibu]are Dreigliedrigkeit. Bei einem Patienten mit Grol~zehenpolydaktylie und Triphalangie des tibialen Doppelpartners lag gleichzeitig eine Doppelung der Endphalanx des fibularen Doppelpartners vor. Es handelte sich also um eine initiale Drei/achbildung des I. Strahls (Abb. 2). Verdoppelung am V. Strahl, dem fibul~ren l~andstrahl, fanden wit bei 22 Patienten 34ma]. Sie trat 12mul doppelseitig, 7real links-und 3real rechtsseitig auf. Eine Dreif~chbildung des V. Strahls lieB sich nicht beobachten. Verdoppelung am I. und V. Strahl zeigte eine Patientin, die gleichzeitig beidseits eine Syndaktylie der Zehen I --I l l und eine Doppelung yon Daumen und V. Finger an beiden Hgnden aufwies.
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