Die Nahrungsmittelchemie im Jahre 1916
✍ Scribed by J. Rühle
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1917
- Tongue
- English
- Weight
- 1000 KB
- Volume
- 30
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Da der Bericht wegen starker Inanspruchnahme des Vf. durch berufliche Arbeit erst spiit im Jahre fertiggestellt werden konnte, ist er nicht auf daa Jahr 1916 beschriinkt geblieben, sondern weit in daa Jahr 1917 hinein fortgefiihrt worden, 80 daB er, namentlich fiir die KriegsmaBnahmen, volligen Gegenwartswert besitzt. Die Zahl der Kartoffeltrocknereien hat sich nach Angaben P a r o w 91) auf der Generalversammlung des Vereins Deutacher Kartoffeltrockner in Berlin am 24./2.1916 zu Beginn des Berichtajahres auf rund 800 (im Januar wurden 635 Anlagen zur Herstellung von Flocken und 127 anlagen fiir Schnitzel gezahlt) erhoht, so daB also gegen 1915*) eine Zunahme um rund 70 Anlagen erfolgt iat. Die Verwendung der T r o c k e n kartoffeln zur Brotbereitung hat sich auhrordentlich bewiihrt, sie verdient auch nach dem Kriege rbeibehalten zu werden. -Uberhaupt ist die Trockenkartoffel, besonders in Form von Flocken, ein sehr wertvolles und in der Kiiche vielfacher Anwendung fehiges Nahrungsmittel, das mit Vorteil als Zusatz zu eiweiDreicher Nahrung und zur Bereitung von Briihen dienen kann, wie Trockenmilch und Trockenhefe wertvolle Zusiitze zu eiweiDiirmerer Nahrung sind (Ref.). Nach P a r o w (ebenda) lassen eich mit dem B ii t t n e r schen Schnitzeltrockenapparate auch Mohrriiben iiberraschend gut trocknen (von 89% Waaser auf 18Yo), wobei man eine gut aussehende, gut schmeckende und gut riechende Dauerware erhalt. Auf der Generalversammlung des Vereins der Spiritusfabrikanten in Deutschland am 25./2. 1916 in Berlins) sind weitere Mitteilungen uber die L i n d n e r sche Fetthefe sowie iiber Trockenhefe iiberhaupt gemacht worden; derentwegen sowie wegen der weiteren wichtigen Verhandlungsgegenstide sei auf den in dieser Zeitschrift bereits erschienenen ausfiihrlichen Bericht verwiesen'). Auf dcr Generalversammlung des Vereina der Stiirkeinteressenten in Deutachland am 23./2. 1916 in Berlin ist die Anwendung von Stiirke bei der Brotbereitung. insbesondere der Ersatz von Weizenmchl durch Kartoffelstarke, erortert worden, $r der Stiirkeinduatrie auch ngch dem Kriege ein groBes Absatzfeld verspricht, da er sich als vorteilhaft erwiesen hat. AnschlieDend daran berichtet P a r o w (ebenda) weiter tiber die Verwendung von Trockenpiilpe in gemahlenem Zustande h i Herstellung von Lebensmitteln, u. a. von Brot, das schmackhaft und bekommlich sei Durch Vermischen gleicher Teile von Trockenp u l p mit Kartoffelreibsel und Pressen kann man, da erstere vie1 Wasser bindet, f a t e Briketta herstellen, die noch naohtrocknen und ein brauchbares, haltbares Futtermittel sind; ea enthdt z. B.
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