Die Naheinstellungsreaktion der Pupille als Folgeregelung
✍ Scribed by Jürgen Stegemann
- Book ID
- 104740966
- Publisher
- Springer
- Year
- 1957
- Tongue
- English
- Weight
- 562 KB
- Volume
- 265
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Die Frage, ob die Naheinstellungsreaktion der Pupille mechanisch als Folge der Akkommodation zustandekommt oder gesondert über ein cerebrales Naheinstellzentrum erfolgt, ist viel diskutiert worden. TSCH~~-~INO hat die Pupillenverengung bei der Akkommodation rein mechanisch zu erklären versucht : Bei der Naheinstellung soll Kammerwasser aus der Vorderkammer abfließen und dadurch soll--£hnlich wie bei der Paranzentese der Hornhaut --die Verengung erfolgen. In der neueren Literatur behauptet Poos, daß in Analogie zur von tIelmholtzsehen Theorie der Linsenakkommodation die Miosis nur von der Entspannung des Ciliarmuskels und damit nur von der zentralen Innervation des Ciliarmuskels abhängt. Die liehtreflektorisehe Verengung habe mit der Naheinstellungsverengung nichts zu tun; sie werde von anderen Muskelgruppen bewirkt. BEn~ ist dagegen der Ansieht, daß die Naheinstellungsreaktion eine streng nervös geleitete Bewegung ist und ebenso wie die Lichtreaktion über sphineter und dilatator pupillae erfolge. Ob diese Akkommodationsmiosis von der Konvergenz oder von der Akkommodation ausgelöst wird (Literatur bei MODEt~OW), ließ sich nicht entscheiden. BE~~ glaubt, daß ausschließlich zentrale Innervationsimpulse die drei zusammengekoppelten Bewegungen der inneren und ~ußeren Muskulatur koordinieren.
Leuchtdiehte-und Naheinstellungsreaktion der Pupille, Akkommodation und Konvergenz unterscheiden sich insbesondere in ihrem zeitlichen Verlauf. M~TT~ES u. Mitarb. gaben einer Versuchsperson die Aufforderung , von einem fernen auf einen nahen Punkt zu sehen. Sie registrierten dabei Konvergenz und Pupillenbewegung gleichzeitig. Durchschnittlich 0,18--0,20 sec nach der Aufforderung begann die Konvergenzbewegung, die nach weiteren 0,2 sec beendet war. Die Verengung der Pupille begann nach etwa 0,3 sec und endete nach 0,7--1,1 see. K]:~o~-~oF fand unter £hnliehen Bedingungen, daß die Form~nderung der Linse bei der Naheinstellung nach 0,5--0,6 sec bendet ist. Nach diesen Untersuchungen w£re die Pupillenreaktion bei der Naheinstellung tr/~ger als die Akkommodation und diese wieder tr/iger als die Konvergenz.
In der letzten Zeit haben unabh£ngig voneinander STARK u. S~E~-MAN, STEGEMANN, BLEICHERT U. WAGNE~, sowie D:~ISOKEL den Fre-
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