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Die massanalytische Bestimmung der Alkaloide

✍ Scribed by O. Linde


Book ID
102747522
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1899
Tongue
English
Weight
765 KB
Volume
237
Category
Article
ISSN
0365-6233

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✦ Synopsis


20 ccm Inhalt versehenen grossen Reagensglase werden 10 ccm Milch mit 10 ccm rauchender Salzsaure bis zur Rotfarbung erhitzt. Nach dem Abkuhlen mischt man mit 20 ccm Aether, hebt den sich schnell absetzenden Aether ab, lasst diesen verdunsten, schilttelt das zuriickbleibende Fett kraftig mit etwa 5 ccm heissem Wasser, filtriert sofort und versetzt das Filtrat rnit einigen Tropfen einer 1 o/oigen Eisenchloridlosung. Es gelang auf diese Weise noch 0,0005 g Salicylsaure in 10 ccm Milch nachzuweisen. Ueberall dort, wo die Bestimmung des Fettgehaltes einer Milch nach der Methode von S c h m i d -B o n d z i n s k y ausgefiihrt wird, lasst sich der Nachweis von Salicylsaure in dem zur Wagung gelangten Fette nach vorstehenden Angaben ausfiihren.

II. Die massanalytische Bestimmung der Alkaloide.

Von 0. Linde.

(Eingegangen den 1. 111. 1899).

Seit in den letzten Dezennien die Bereitung der pharmazeutischen Praparate, zuerst der chemischen, dann auch der galenischen, aus den Apothekenlaboratorien in die chemischen Fabriken libergegangen, ist man bestrebt gewesen, Prufungsmethoden aufzustellen, um sich von der normalen Beschaffenheit dieser Prlparate uberzeugen zu konnen. Verh%ltnism%ssig leicht war dies bei den Chemikalien, schwieriger gestaltete sich die Sache bei den Extrakten, Tinktuien u. dergl. Was diese anbelangt, so musste man vor allen Dingen die wirksamen Hestandteile derselben, bezw. die der Drogen, aus denen die betr. Praparate hergestellt werden, genau kennen, was vielfach bis jetzt noch nicht in geniigendem Make der Fall ist. Eine Ausnahme machen diejenigen Drogen und Arzneibereitungen, deren Wirksamkeit auf ihren Gehalt an Alkaloiden oder alkaloidahnlichen Stoffen zuriickzufuhren ist; mit der Wertbestimmung dieser hat man sich deshalb in letzter Zeit besonders ausgiebig beschaftigt.

Wenn nun auch nicht anzunehmen war, dass die hier in Betracht kommenden Drogen und Priiparat,e nur ein em der in ihnen enthaltenen Korper ihre Heilkraft verdanken, etwa das Opium dem Morphin, die Chinarinde dem Chinin, sondern dass auch noch andere Stoffe daran teil haben, so sind doch diese letzteren zu dem besonders stark wirkenden Korper haufig in eineni annahernd gleichen Verhaltnis zu- gegen, so dass der Wirkungswert der Droge bezw. der daraus gefertigten Arzneimittel nach diesem hauptsachlichsten Bestandteil beurteilt werden kann.


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