Die kreativität der bilateralen reduktionssätze
✍ Scribed by Wilhelm K. Essler
- Publisher
- Springer
- Year
- 1975
- Tongue
- English
- Weight
- 391 KB
- Volume
- 9
- Category
- Article
- ISSN
- 1876-2514
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✦ Synopsis
Gegeben sei eine (wissenschaftliche oder vorwissenschaftliche) Theorie T, die aus einer deduktiv abgeschlossenen Klasse yon S/itzen besteht und die sowohl die Regeln zum Gebrauch der in diesen S/itzen vorkommenden deskriptiven Konstanten als auch die mittels dieser Konstanten formulierbaren und akzeptierten empirischen Aussagen enth~ilt. T mOge fiir einen Ausdruck F (mindestens) zwei Identiffttsbehauptungen logisch implizieren, die nicht miteinander logisch /iquivalent sind, etwa F . . . . und F . . . . . Dann ist F im Vokabular dieser Theorie definierbar, aber die Theorie sagt nicht eindeutig aus, wie diese Definition auszusehen hat. Bei einer axiomatischen Entwicldung yon T hat man dann die Wahl, den Satz F . . . . als Definition und F . . . . als Axiom zu nehmen (falls man dieses Urteil nicht ohnehin als Theorem erhalt), oder aber F . . . . als Definition zu bestimmen und F . . . . als empirisehen Satz zu deklarieren. Beide Verfahren ffihren dann zur gleichen Theorie T, d.h. zur gleichen Menge von S/itzen.
Angenommen nun, ein Teil der Forscher dieser Disziplin ffihrt den Begriff F durch den Satz F . . . . ein, w/ihrend der andere F im Sinne der Aussage F . . . . gebraucht; dann wird der Gesamteindruck, den ein Benutzer dieser Fachsprache hat, der sein, dab er sowohl F . . . . als auch F . . . . als teilweise analytisch und teilweise empirisch ansieht: beide S~itze werden gelegentlieh so verwendet, daB sie etwas fiber den Gebrauch von F aussagen, und beide benfitzt man dann und wann so, dab sie Zu-sammenh~inge fiber die Wirklichkeit formulieren. Ffir diesen unbefangenen Sprachbenutzer wird es also unm6glich sein, auf Grund des in dieser Disziplin herrschenden Sprachgebrauchs zu entscheiden, welche dieser beiden Aussagen in dieser Disziplin analytisch und welche in ihr empirisch ist: denn es fungiert jede von ihnen sowohl als analytischer als auch als empirischer Satz. Er wird, weil er kein Sprachphilosoph ist, statt sich fiber diesen Zusammenhang klar zu werden, dann also beide als teilweise analytisch und teilweise empirisch deklarieren.
Dieser Fall liegt nun aUerdings nicht nur bei totalen (oder nicht bedingten), sondern auch bei partiellen (oder bedingten) Definitionen vor,
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