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Die katalytische Hydrierung des Benzoyl-mandelsäure-nitrils und des Amygdalins

✍ Scribed by Hans Rupe; Kurt Engel


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1935
Tongue
German
Weight
848 KB
Volume
18
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Die knBalytische Hydrierung der Cyanx7erbindunpen mit Sickel ah Katalysator ist im Laufe der letzten Jshre in unserm Laboratorium nach allen Richtungen hin stucliert worden. Wir stiessen erst auf Sehwiei-igkeiten, als mir die CyanhFclrine 7-ornahmen ; es wurcle versucht, eine grossere Reihe von Blausaure-ddtlitionsprodukten von Ketonen und Alclehyden zu hydrieren, dns Resultat war immer dasselbe : anfangs verlief die ~~asserstoffaufnahme rasch, nach etwa 10 Xinuten horte sie plotzlich auf und war nicht mehr in Gang zu bringen. Die Ursache dieses Versagens war leicht zu finden, es wird immer etwas Cyanwasserstoff abgespalten, der unseren Nickelkatalysator sofort vergiftete. Mit Mandelsiiure-nitril machten wir natiirlich dieselben Erfahrungen. Mit andern Eatalysatoren liisst sich dieses Nitril reduzieren, so haben z. B. Pad und Geruml) mit kolloidem Palladium daraus Mono-und Di-benzylamin, Ammoniak und Benzylalkohol erhalten, zweifellos ist hier der Cyanwasserstoff selbst hydriert worden.

Um mit Nickelkatalysator erfolgreich arb eiten zu konnrn, musste das Wasserstoffatom der OH-Gruppe des 2Iandelsiiurenitrils festgelegt werden, entweder durch eine Alkyl-Gruppe, einen Zuckerrest, oder aber durch eine Acidyl-Gruppe. Hwttmg2) hat schon mit Palladium reduziert, erhielt dabei bloss /?-Phenathylamin. Interessant sind die neuen Versuche von-Kinder. der Hydrierung mit gebundenem Wasserstoff (Tetralin, Dihydro-phellandren). Hier wurde nur der Acidylrest durch Wasserstoff ersetzt, die Cyangruppe aber nicht reduziert.

Kntalytische Hyclrierung cles Beizso~l-mn?idelsciio.e-nitrils.

Als Vorstudie zur katalytischen Hydrierung des Amygdalins untersuchten wir zuerst die Reduktion des B e n z o y l -mantle 1s Bure -n i t rils. Die Wasserstoffaufnahme erfolgte ohne Temperatur . und Druckerhohung ziemlich rasch, es wurden fast genau 2 3101 Wasserstoff aufgenonimen. Die Aufarbeitung tles Rettuktionsproduktes war ziemlich miihsam (siehe im experimentellen Tcil). I n Form ihrcr Chlorhycirate mirclen zn-ei resp. clrei Basen nbgeschietlen : l ) B. 42, 1358 (1909).

?) A4rn. SOC. 50, 3370 (19%).

l) Arch. Pliarin. 1931, 71; 1933, 432. h i . J Physiol. 15, 14s (190B). ') TT*or/he,,t>, B. 47, 1415 (1911). 3, X. 51, 3.2 (191s).

5 ) X. 63, 1F)f.X (1930). l ) 33. 62, 8755 (1929).


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Es entstand sofort ein flockiger Niederschlag. Nach kurzem Umschuttcln liessen wir diesen absitzen, nutscliten ah, wuschen mit Alkohol und zulctzt mit Ather. Ballt sich beim Zusatz der Schwefelsaure der Niederschlag zusammen und haftet als zahe Muse an cler Gefasswandung, dann giesst man die uberst