𝔖 Bobbio Scriptorium
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Die katalytische Herstellung von Formaldehyd

✍ Scribed by Prof. Dr. Bernhard Neumann; Dipl.- Ing. Pedrag Biljcevic


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1927
Tongue
English
Weight
902 KB
Volume
40
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


wahrnimmt. Die Versuche zur Isolierung des Hormons sind bisher als vollkommen gescheitert zu bezeichnen, und der Eifer auf diesem Gebiet ist abgeflaut.

Viele Kopfe und Hande sind aber gerade jetzt am Werk, das oder vielleicht die Hormone der w e i b -1 i c h e n Geschlechtsdriise zu entdecken, und standig werden neue Praparate nach den verschiedensten Verfahren hergestellt und angepriesen. Man findet das Hormon uberall im Korper, da es ja naturlich auch im Blute kreist, und im komplizierten Mechanismus der weiblichen Geschlechtsorgane ist es bisher immer noch nicht gegluckt, die Produktionsstaite sicher und genau anzugeben. Friiher arbeitete man daher den Mutterkuchen, die P 1 a c e n t a , auf das Hormon hin auf, heute gibt man den1 Saft reifer F o 11 i k e 1 n den Vorzug, da e r das am leichtesten zugangliche Ausgangsmaterial ist.

Vielleicht erweist sich spater einmal das C o r p u s 1 u t e u m in einerri bestirnmten Stadium der Entwicklung als Produktionsstatte und wiirde dann viel mehr Hormon liefern konnen. Andererseits wird neuerdings behauptet2*), dai3 das Corpus luteum ein Antibrunsthormon erzeugt, wahrend das Horpon, das man natiirlicherweise zunachst in den weiblichen Geschlechtsorganen sucht, den Ovulationszyklus auslosen miii3te. Ob es wirklich ein Brunst-und ein Gegenbrunsthormon gibt, wird sich allerdiiigs noch erweisen miissen, Die nachste Frage beim weiblichen Geschlechtshormon ist die, aus welchen Losungsmitteln es frei von Ballaststoffen zu erhalten ist. Nachdem die ersten Untersucher vor 10-15 Jahren immer betont hatten, dai3 das Hormon nicht wasserloslich sei, und auch heute noch verschiedene Forscher auf dem gleichen Standpunkt stehen23). wurde von mehreren Seiten die Wasserloslichkeit des Stoffes eriergisch behauptetZ4). Wenn es wirklich gelungen ist, die Hormonlosungen zu dialysieren, so ware die Waseerloslichkeit naturlich erwiesen.

Wenn schon das Produktiorisorgan und die Loslichkeit des Rrunsthormons so unklar ist, so ist es nicht verwunderlich, dai3 die verschiedensten Wege zu seiner Isolierung eingeschlagen wurden. Die meisten Praparate sind in Alkoliol oder 61, teilweise auch in mehr oder weniger durch andere Losungsmittel verunreinigtem Wasser gelost im Handel oder in Anwendung. Sie erweisen sich im T i e r v e r s u G h fast alle, darunter auch die. die ich selbst nach den verschiedensten Verfahren aus Follikelsaft von Rindern gewonnen habe, als w i r k s a m. Auf die Forschungen von amerikanischer Seite hin benutzt man dabei als Testobjekt die kastrierte weii3e Maus und stellt fest, wann bei ihr das Brunststadium einsetzt. Das ist einwandfrei durch den 22) A. B i e d 1 . Vortrag in Bonn am 10. 6. 1927.


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