Die Gruppe der Pectinkörper
✍ Scribed by E. Reichardt
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1877
- Tongue
- English
- Weight
- 609 KB
- Volume
- 210
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
mit S. I. rein, die rnit S. 11. zwar blau, aber hochst fluchtig voriibergehend. Nach der Reinigung mit Gerbstoff und Bleioxyd wurde ein Colchicin in solcher Menge wieder erhalten, dass ich b ei d e R e a c t i o n o n bei sorgfaltiger Vertheilung des Objectes g e w i s s z w a n z i g m a l hatte hervorrufen konnen, dabei von einer Schonheit und Reinheit, die nichts zu wunschen ubrig liess. 0,02 Colchicin in 1 g. Wasser gelost, obenso behandelt, lieferte hinreichend Material zu sammtlichen nothigen Reactionen. Die Arbeit ist also mit minimalen Mengen auszufiihren und man braucht nicht zu furchten, dabei Colchicin zu verlieren.
D.
Die Gmppe der Pectinkgrper.
Von X. Reichardt in Jena.
Durch die Arbeiten von
S c h e i b l e r und mir und die dabei entdeckten 2 gallertartigen Kohlehydrate, A r a b i ns a u r e oder Metarabinsaure und Par a r a b i n , eind unbedingt friiher als Pectinstoffe angesehene Korper ale Kohlehpdrate erwiesen worden. Vor Allem stimmt ja die Arabinsaure S c h e i b l e r ' 8 in der Darstellung und den Eigenschaften vollstandig mit der Metapectinsaure F r e m y 's uberein, wie S c h e i b 1 e r selbst am Vollstandigsten bewiesen hat (Berichte der deutachen chemischen Gesellschaft VI. 612). Diem Arabinsaure findet sich gallertartig in den Ruben oder nach meinen fortgesetzten Versuchen bei jedem Pflanzengewebe in leicht als Gallerte abscheidbarer Form, in der Substanz des arabischen Gummis, des friiheren A r a b i n s , und wird durch verdunnte Schwefelsaure in einen sehr gut krystallisirbaren Zucker, A r a b ino s 8 , verwandelt. Die Arabinsaure lost sich in Alkalien und wird demgemass, ganz den Angaben F r emy ' B beziiglich der Darstellung der Metapectinsaure darges tellt. Das P a r a r a b i n lost sich dagegen in verdunnten Sauren , fillbar durch Alkalien, wie Alkohol in gallertartiger 2. Reichardt, Die Gruppe der Pectink6rper. 117 Form und geht endlich bei kiirzerer Einwirkung von Alkali in Arabinsaure iiber, bildet d a m auch Arabinose u. s. w. S c he ib 1 e r ' 8 , wie R e i c h a r d t ' s Untersuchungen fuhren fur Arabinsaure , wie fur Pararabin zu derselben Formel eines Kohlehydrates C1* Has 0". Die Metapectinsaure bildet aber bei den Untersuchungen und Beweisen der Pectinkorper gewissermaassen den Xern, wesshalb es wohl geeignet sein diirfte, die bis jetzt iiber diem Korper gefihrten Untersuchungen kritisch zn sichten. P a y en und B r a c o nn o t *) erkannten , so weit verfolgbar, zuerst das Auftreten gallertartiger Korper , ersterer in dem Runkelriibensafte, letzterer namentlich in der Eichenrinde und der Lohe, friiher batte G u i bo u r t **) eine Gallertsaure im rohen Zucker gefunden, die Fahrscheihich auch in der Ulrnenrinde vorkomme. B r a c onno t unterscheidet das indifferente Pectin von der Gallertsaure oder pectinigen Saure, ersteres gche durch Einwirkung von Ammoniak in die Gallertsaure iiber. Der Name Pectin wurde von B r a c o n n o t gegeben. Da hier noch keinerlei Elementaranalyeen vorliegen, durch welche bestimmte Formen begrenzt und erwiesen werden, haben diem ersten Arbeiten nur die Bedeutung der Entdeckung. Uebrigens hatte V a u q u e l i n schon 1790 die Pflanzengallerte in den Tamarinden erkannt, wahrend B r ac o n n o t's Untersuchungen erst in den Jahren 1824 -32 liegen. Die ersten naheren Untersuchungen lieferten Mu 1 d e r und R e g n a u l t. Letzterer stellte**) ,,die pectische Siiure" durch Behandlung der Ruben mit kohlensaurem Natron dar, Fallen der Saure durch Chlorcalcium , Zerlegen des Kalksalzes durch Salzsaure, Wiederlosen der pectischen Saure in Ammoniak und Wiederfallen durch Salzsaure. Analysirt wird dann vorzugsweise das Silbersalz, welches jedoch I 38,38 -11 *) Annal. de Ch. et Ph. XLVII, 266. **) Journ. de Chimie me& IF', 575. ***) Journ. d. Pharm. Mai 1838. Journ. .fa pract. Chemie'1838. 14. 270. *) C = 6 nach den friihoren Formeln. **) Journ. f. pract. Chemie 1838. 14. 277. ***) Annsl. der Chomio und Pharmacie 1840. 35. 318. *) AnnaL der Cbem. u. Pharm. 1846. Bd. 60. 8. 334. **) Arbeit von 1848.
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