Die fossilen Brennstoffe und ihre Verwertung in den Kriegsjahren 1914–1918
✍ Scribed by Dr. A. Fürth
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1919
- Tongue
- English
- Weight
- 930 KB
- Volume
- 32
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Die 4 Atome Broni, die sich addieren, werdcn dabei wnhrschcinlich an die durch Doppelbiridung gebundenen Kohlenstoffatome des Kautschukmolekiils sich anlegen, wie folgendc Formel zeigt: cir, (Ur) c w , i c h (Hr)HC C' H, H2C , / . ) CH( Br) LYH3 yt w An welcher Stdle die Abspaltung des Wasscrstoffs stattfindet, bedarf noch der Klarung. Dieses Verfahren gibt nach Angabc dcs Vcrfassers nach der L6sung des Kautschuks bercits in etwa cincr Viertelstunde brauchbare Ergebnissc; langeres Stehenlassen ist UII- notig, da auch nach 2 stundigem St.ehcn kein weiterer Bromvcrbrauch festgestcllt wcrden konnte. F. K i r c h h o f f (Gummi-Ztg. 27, 9 [1913]) wies spgtcr darauf hin, daB er schon vor V a u h e 1 Versuche zur unmittelbareii Bcst,immung des Kautschuks durch Titration mit Brom angestellt hebc, und zwar durch Einwirkenlassen von uberschiissigcr 1/5-n Bronilosung (in Tetrachlorkohlenstoff) auf cine Lijsung von 5 g extrahiertem Rohpara in 200 ccm des glcichen Liisungsmittels. Xach genugender Einwirkung unt.er wiederholtcni Umschiittcln (4-12 Stunden) wurde mit 'IIo-n Thiosulfatliisung gegen Starke zuriicktitricrt. Die Versuche hiitten jedoch zu keinem befriedigenden Ergebnissc gefuhrt, da die Bromaddition zu sehr von der Einwirkungsdauer abhiinge. Die Resultate schwankten zwischen 94,4 und 117% Kautschuk. m e r den EinfluB, den die Zeit auf die Einwirkung von Brom auf Kautschuk ausiibt, habe ich in dem mir zur Verfugung stehendcn Schrifttum eine Angabc gefunden.
F. W. H i n r i c h s c n und F. K i n d s c h z r (Z. anorgan. Chem. 81, 70-82 [1913]) haben sich init dieser Prage niiher beschaftigt. I m allgenieinen steigt nach ihren Erfahrungen bei Zimmertemperatur der Bromgehalt des entstandenen Brornids mit der Dauer dcr Bronieinwirkung an. Unter Eiskuhlung ergab sich, daB die Zusammcnsetzung des gebildeten Bromkautschuks sowohl von der Dauer der Bromeinwirkung, als auch von der GroBe des angewendeten Bromubcrschusscs in weit,en Grenzen unabhangig ist. DaB ein groBcr UberschuB an Brom bei der Bromierung des Kautschuks erforderlich ist, habe ich bereits in friiheren Arbeitcn iiber diesen Gegenstand auseinandergesctzt. Zunachst war also lediglich noch festzustcuen, welche Z c i t d a u e r u n t e r d c n a n g e g e b e n e n M e n g e n v e r h a 1 t n i s s e n am gunstigsten fur cine vollkommene Bromierung ist. Fcrner war nachzupriifen, ob die Bromierung wirklich bercits nach eincr Viertelstunde vollkomiuen ist, wic dies von V a u be1 angegeben worden ist. Da man in der Praxis fast immer gczwungcn ist, bei Zimnierwiirnie zu arbeiten, wurden &mtlichc Versuche bei ciner Wiirine von ungefiilr 17-20 ausgcfuhrt. Bei ciner Vcrsuchsreihe mit deni gleichen Kautschuk und den gleichen Losungen wurden zum Zuriicktitrieren des nicht verbrauchtcn Broms verbraucht nach stiindigcr Einwirkung 8 4 4 ccrn Tbiosulfat (l/l,,-n)
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W. H e r z o g') hat unlangst hier uber die Bildung von Hexamethylentetramin aus Ammoniumcarbonat und Formaldehyd berichtet. S a n d e r2) wies im AnschluB darauf hin, daS diese Umsetzung zu Hexamethylentetramin nicht nur dem Ammoniumcarbonat, sondern auch anderen Ammoniumsalzen eukommt. Es sei noch