Die Fettanalyse und die Fettchemie im Kriegsjahre 1916
โ Scribed by Dr. W. Fahrion
- Book ID
- 102718357
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1917
- Tongue
- English
- Weight
- 658 KB
- Volume
- 30
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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โฆ Synopsis
Die andauernde Fettknappheit machte im Laufe des vergangenei Jahres eine Reihe weiterer gesetzgeberischer Maonahmen notwendig Diese Maanahmen sollen hier nicht im einzelnen aufgezahlt, sonden nur durch ihr Endergebnis gekennzeichnet werden. Die Dinge lieger heute SO, da.5 die gesamte Inlandserzeugung und.Einfuhr an Olsaater nnd 0lfriichten. an tierischen und pflanzlichen &en und Fetten, ein schlieBlichderAbfallfette,Fettsiiurcn,Kerzenund Seifendem K r i e g s . a u s s c h u D f u r O l e u n d F e t t e i n B e r l i n (UnterdenLinder 68 A.) zur Verfiigung gestellt werden muB, und daD er allein die Ver. teilung sowohl zu Speise-als zu technischen Zwecken hesorgt. Dei Handel ist so gut. wie vollig ausgeschaltet. h i m , Leder und Knocher: sind beschlagnahmt. Auch die Erzcugung yon R o h h a r z und d i c Bewirtschaftung der K u m a r o n h a r z e sind Monopol des Kriegs. ausschusses. Seit einiger Zeit unterliegen auch die selteneren Harze (S c h e 1 1 a c k , K o p a 1 usw.) der Anzeigepflicht dcs Kriegsausschusses. F e t t, g e w i n n u n g. Schon im letzten Bericht') wurden zahlreiche Vorschlage zur Fettgewinnung aus seither ungeniitzten Samen und Friichten erwahnt. f%er die Ergebnisse dieser Beatrebungen ist mehrfach in dieser Zeitschrift berichtete worden, so daD es geniigt, hier auf diese Veroffentlichungen hinzuweisene). Insbesondere stand die Verwertung der Bucheckern und Lmdensamen zur Diskussionl) 2, 3). Betriichtliche ijlmengen lieferte der vermehrte Anbau von Mohn, Raps und in geringerem MaBstabe auch von Flachs. Daa M o h n o 1 wird schon seit langer Zeit als vorziigliches Speiseol geschiitzt. Gegen das R a p s o I ( R ii b 6 1) haben manche eine Vorurteil, aberderartige Vorurteile sind natiirlich unter den heutigen Verhiiltnissen leichter zu besiegen als vor dem Krieg. Das L e i n o 1 war als Speiseol nur in verschiedenen Gegenden Sachsens und Schlesiens iiblich und dorthin gibt es der KriegsausschuR auch heute ab, der &st wird als Margarine genossen. Auch die S o n n e n b 1 u in e wurde vielfrtch angebaut. Die Pflanze wird von Vielen in ihren Anspriichen unteruchatzt, und es mag daher auf eine Broschiire: Sonnenblume und Mohn, zwei wertvolle Futter-, 01-und Honigpflanzen, von V a 1. W ii s t4) hingewiesen sein. Nach eincm amerikanischen Bericht aus Dresden sollen 1915 iiber 300 OOO kg S o n n e n b 1 u m e n 6 1 gewonnen wordcn sein. Diese Zahl diirfte aber entschieden als zu hoch erscheinen, wenn man vom Jabre 1916 liest6), daB fur 77 Tonnen zur Saat ausgegebene nur 100 Tonnen geerntete Sonnenblumenkerne zuriickkamen. K. A 1 p e r sa) empfahl ein besondercs Verfahren zur Gewinnung des 0 1 e s d e r i n P f 1 a u m e nu n d Z w e t s c h e n s t e i n e n e n t .h a 1 t e n e n lie r n e durch Pressung. Die Steine lieferten ihm ctwa 13% Kerne und 3% 01. Aber es IieBe sich, wie ihm von anderer Seite bedeutet wurde, die o!ausbeute durch Entraktion wesentlich erhohen.tfber die Ergebnisse der Ernte an Obstkernol sind mehrfach statistische Angaben veroffentlicht worden, die aber nur in beschrsnktem MaBe tlnspruch auf Ricbtigkeit machen konnen. Die W e i n t r e s t e r und T r a u b e n k e r n e wurden 1916 auch in Deutschland beschlagnahmt, iiber die enielte Olausbeute hat man nichts gehort. Die R o D k a B t a n i e n enthalten etwa Go/, eines gelben O h , das dem Riibol a M i c h und als Spcisecl brauchbar ist. Der Kriegs- nusschuB hat die Gewinnung des Oles durch Extraktion in die Hand l) Angew. Chem. 29, I, 137 [1916]. 2, N. und H. Neue alquellen. Angew. Chem. SY, I, 337 [1916]. 3, N. und H. Neue Olquellen. Angew. Chem. 30, I, 16 [1917]. ') Verlag von A. M i c h a e 1 i s , Berlin. Preis 0,50 M.
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