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Die Entwicklung des Hippocampus-Theta-Rhythmus beim Kaninchen

✍ Scribed by G. Gogolák; H. Petsche; Ch. Stumpf


Book ID
104740443
Publisher
Springer
Year
1963
Tongue
English
Weight
725 KB
Volume
277
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Die unspezifische Reaktion der elektrischen Cortextätigkeit auf sensible und sensorische Reize, die in einer Amplitudenverminderung und Frequenzzunahme zum Ausdruck kommt und heute allgemein als ,arousal reaction" (AR) bezeichnet wird, ist seit den Arbeiten von Mo~uzzz u. M~Gou~, die sie auf eine Aktivierung der Substantia reticu]aris des Hirnstammes zurückführen konnten, immer mehr inden Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die anfangs gezogene und bald verallgemeinerte Folgerung, die Desynchronisierung im EEG stelle deI/ charakteristischen Effekt der retikulären Erregung dar, wurde jedoch bald korrigiert, als bekannt wurde, daß der I-Iippocampus auf unspezißsche Reize ein entgegengesetztes Verhalten zeigt. Anstatt zu einer Desynehronisicrung kommt es dort zu einer Synehronisierung und es erscheint eine hohe, rhythmische Tätigkeit im Theta-Frequenzbereich, die von G~~~~ u. A~-DUI~I erstmalig eingehend besehrieben und als Theta-Rhythmus bezeichnet wurde. Einige Autoren glaubten, diesen Theta-Rhythmus als Pendant zur corticalen AR auffassen zu dürfen und prägten für ihn den Ausdruck ,palaeocorticale AR". Es sind jedoch Phänomene bekannt geworden, die vermuten lassen, daß der Theta-Rhythmus, wenn auch der markanteste, so doch nicht der einzige und charakteristische Befund der rhineneephalen AR sein kann: Bei sehr starken retikulären Reizungen tritt im Itippocampus an Stelle des Theta-Rhythmus eine niedrige, hochfrequente Tätigkeit auf und auch an Tieren mit Septumläsionen ist das Auftreten einer derartigen Tätigkeit der einzige nachweisbare Effekt einer retikulären Reizung (M~¥~~ u. STU~F). Der Versuch, die elektroeneephalographischen Aspekte der rhinencephalen AR zu differenzieren, schien daher gerechtfertigt.

Zur Differenzierung der rhinencephalen AR schien das junge Tier am besten geeignet, weil angenommen werden konnte, daß die einzelnen Faktoren, die die rhinencephale AR beim erwachsenen Tier bestimmen,


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