Die Entwicklung der Chemie und Industrie des Naphthalins in den letzten Jahren
✍ Scribed by Hans Eduard Fierz-David
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1923
- Tongue
- English
- Weight
- 550 KB
- Volume
- 36
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Fierz-David: Die Entwicklunq der Chemie u n i Indugtrie des Naphth4linq in den letzten Jahren angewandte Chqmie noch harren. EJ ware sehr zu wiinschen, daB dai Gesamtgebiet der K l e b s t o f f e und K i t t e , wozu auch die Pflanzenleime und K!eister, sowia die zahlreich m Mischungen von anorganischen Bindemitteln mit Klebmittdn gehbren, einer einheitlichen wissenschaftlichen Untersuchung und Be irbeitung unterzogen wiirde. Ein besonderes Forschunginstitut miiBre sich dieser Aufpbe widmen, und ich darf wohl sasei, da'3 e3 a m btsten dem ,,Institut fur Kolloidforschung" zu Frankfurt a. M. anjegliedert wiirde, zumal dies nicht nur bereits in B :iitz der zahlreichen. unter heutigen Verhlltnissen Uberaus kostspieliyen ipparate und Inrtrumente ist, sondern auch tiber die erforderliche Erhhrung verftigt.
Nun wollen wir un3 einem der Hauptanwendungsgebiete tierischer AbFaIIst)ffa z u w m i m , nsmlich dam der Diingemittel.
Wie schon oSen erwihnt, fiihren wir dem Boden S t i c k s t o f f und P h o s p h o r s a u r e zu, indem wir ihnen Stoffe des Tierktirpers zutiickzabeu. Die H iuptstickstoffspender darunter sind Hornmehl iius Klauen Hufen und HBrnern mit 14*/, Stick3toff. Man pflejt sie der Wirkung gespannten Wasserdampfs auszusetzen, zu trocknen und aann zu verm ihlen. Hornmehl ist im Weinbau besonders geschitzt, sowie im Gmiisebau. Gleiches gilt fur L e d e r m e h l aus Leder-abFXllen mit 6-11°/, StickstJff, sowie .fur Blutmehl mit 13O/, Stickstoff.
Beim Diinien mit K n o c h e n m e h l ist die Phosphoraaure das ZBzebende N ihrmittel der Pflanse, wahrend dem Stickstoff eine R )Ile zweiter 0:dnm: zukommt (4,5% Stickstoff und 16% Phosphor-s5veL E itlei ntes Knvhenmshl enthllt gar nur 1 % Stickstoff und 82% P h o ~h i r s l i r e . Die technische Verarbeitung dieser Produkte, Lon denen die letztern aus der Leimgewinnung herriihren, ist chemisch u n l te :hiijch so einfach, da13 wir hier nicht naher darauf einzugehen kauchen.
Bei-derjenigen Knochenverarbeitunymethoie, bei welcher der Kyochen vorher mit Salzssure oder schwefliger Saure entk ilkt wird, @ht die Phoqphqr~Sure in Mlsunp. Durch Zusatz genau abgemessener M e n z m Kalttndc'l erhllt man dann CaHP04, oder, falls man es aus b,son 1 ?rn Gr'indsn wlnscht, C*3P,0,.
Wirtschaftlich gehrren die Phosphate zu den hedeursamsten Pro-&kten der tieci3chzn Abfallindustrie, nachdem wir fast alle unsere deutschen Phosph itquellen durch Versailles verloren haben. Einige Daten, welche auch ein Bild von der Bedeutung der Leimindustrie geben m(lzen, s?llen dies erlautern:
Im .Jahr 19!1/22 betruj der K n o c h e n a n f a l l D e u t s c h l a n d s 53240 t. Vor dem Kriege war er mehr als doppelt so groB. Schon
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