Die Entstehung der deutschen Kalisalzlager. Von Prof. Dr. E. Jänecke. Bd. 59: „Die Wissenschaft, Einzeldarst. a. d. Naturw. u. d. Technik”. Zweite Aufl. 111 Seiten. Mit 30 Abb. Braunschweig 1923. Verlag Friedr. Vieweg, A.-G.
✍ Scribed by Schucht
- Book ID
- 101497771
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1924
- Tongue
- English
- Weight
- 214 KB
- Volume
- 37
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Zu jener Zeit wurde der Bedarf der chemischen lndustrie an Oleum sehr groi3. Die Alizarinfabrikation erweiterte Rich sehr stark und verbrauchte Unmengen von rauchender Schwefelsaure, fur die es nur einen einzigen Lieferanten gab, namlich die S t a r c k schen Werke in Bohmen, die rauchende Schwefelsaure durch Destillation von Alaunschiefer in eisernen Hetorten gewannen, und die die Ware in Tonkrugen, ahnlich unseren Mineralwasserkriigen, versandten. Diese Kleinarbeit konnte den Erfordernissen der chemischen Grolhdustrie in keiner Weise mehr genugen, und so hatten alle Alizarinfabriken sich auf ein Verfahren eingerichtet, das C. W i n k 1 e r in jener Zeit angegeben hatte, Schwefeltrioxyd henustellen durch Leiten eines slochionietrischen Gemisches von Schwefeldioxyd mit Sauerstoff fiber platinierten Asbest. Dieses Gemisch stellte C. W i n k 1 e r dadurch her, daR er konzentrierte Schwefelsaure durch Eintropfenlassen in eine gliihende Hetorte zersetzte nach der Gleichung : HISOI = H,O 4-SO2 -t 0. Das Verfahrn war auDerordentlich kostspielig und bot gewaltige technische Schwierigkeiten. Aber es wurde doch ausgeubt, weil es gegenuber dein Bezuge des biihniischen Oleunls Vorteile bot.