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Die Entfernung der Phosphorsäure in der qualitativen Analyse

✍ Scribed by Gattermann, Ludwig ;Schindhelm, Hans


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1916
Weight
358 KB
Volume
49
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Die der qualitativen Analyse, [Aus dem Cheniischen Universitits-Laboratorium (naturw. Abt.) zu Freiburg i. Br.] (Eingegangcn am 3. Oktober 1916.) Die Entfernung der Phosphorsaure fur analytische Zwecke erfolgt rielfach nach der Methode von R e y n o s o (mit Zinn und Salpetersaure), welche nach ihrem Entdecker auf der Bildung von unloslichem Stanniphosphat, nach neueren Untersuchungen von M e c k l e n b u r g auf bloBer Adsorption durch Zinnsaure beruht. Letzterer hat diese in verschiedenen Richtungen nicht ganz ideale Methode dahin verbessert, daB er an Stelle von nascierender Zinnsaure ein fertiges Zinnsaure-Gel verwendet '). Fur beide Methoden wird vorgeschrieben, dal3 die Losung moglichst frei von Salzsaure sein soll. Wir haben nun gefunden, dal3 in bei weitem einfacherer Weise und mit wesentlich geringeren Mengen einer Zinnverbindung die Phosphorsiiure s e l b s t b e i G e g e n w a r t v o n S a l z s a u r e entfernt werden kann. indem man sie in der zu untersuchendeu Losung in der Siedehitze durch Zusatz einer Losung YOU krystallisiertem Zinntetrachlorid (Sn Cl, + 3 H 2 0 ) als S t a n n i p h o s p h a t ausfallt. Da iiberdies der hierbei entstehende Niederschlag im Gegensatz zur Zinnsaure sogar au der Saugpunipe sich auBerst leicbt und vollkommen klar filtrieren IaBt, so beansprucht die Entfernung der Phosphorsaure auf diese Weise auch einen wesentlich geringeren Zeitaufwand wie nach der alten Methode.

Wir stellten u n s zunachst die Aufgabe, groBere Mengen von Phosphorsaure, wie solche im Phosphorit, Apatit, Thomasmehl, Superphosphat vorkommen, zu entfernen. Zu unsern .Vorversuchen verwandten wir das sogennnnte *Phosphorsalzc, welches rund 50% Phosphorsaure enthalt.


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