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Die co-vernetzung von polyvinylpyrollidon und polyacrylamid in wässriger lösung durch co-60-gamma-strahlen

✍ Scribed by Henglein, Von Arnim


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1959
Weight
336 KB
Volume
32
Category
Article
ISSN
0025-116X

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✦ Synopsis


Abstract

Polyvinylpyrollidon und Polyacrylamid, die in wäßriger Lösung einzeln unter Gamma‐Bestrahlung vernetzen, bilden in derselben Lösung ein gemeinsames Netzwerk. Allgemein sind für die Netzwerke aus zwei Polymeren diejenigen Grenzstrukturen denkbar, in denen zwei Homo‐Netzwerke der beiden Polymeren nur physikalisch miteinander verflochten sind (Misch‐Netzwerk) oder aber echte chemische Bindungen zwischen den polymeren Komponenten bestehen (Co‐Netzwerk). Co‐Vernetzung läßt sich durch die Bildung eines Pfropf‐Mischpolymeren bei geringen Vernetzungsgraden und durch kinetische Messungen über die Konzentrations‐Abhängigkeit der Vernetzungsgeschwindigkeit in verdünnten Lösungen erkennen. Im System Polyvinylpyrollidon‐Polyacrylamid findet Co‐Vernetzung statt.

Während dieser Versuche wurde beobachtet, daß die Viskosität verdünnter Lösungen des Polyacrylamids oft anormalerweise ansteigt um bei höheren Dosen wieder abzufallen. Es wird vorläufig angenommen, daß sich in verdünnten Lösungen zunächst Mikro‐Netzwerke über kleine Bereiche des gelösten Polymeren bilden. Diese Mikro‐Gele vernetzen bei höheren Dosen immer mehr in sich; ihre reduzierte Viskosität wird zunächst durch die Erhöhung des Molekulargewichts und später durch die Veränderungen ihrer Form und Quellfähigkeit bestimmt.


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