Die chemische und biologische Schichtung im Vätternsee. Ein Beitrag zur Produktionsbiologie des oligotrophen Sees
✍ Scribed by Fritz Gessner
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1934
- Tongue
- English
- Weight
- 455 KB
- Volume
- 31
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-2944
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✦ Synopsis
Ein B e i t r a g zur P r o d u k t i o n s b i o l o g i e d e s o l i g o t r o p h e n Sees.
Vo n
Fritz Gessner, Langenargen am Bodensee.
Mit 2 Abbildungen.
Einleitung.
Die letzten Jahre hydrobiologischer Forschung haben erwiesen, daS im Meere sowie im SiiSwasser die Nitrate und Phosphate diejenigen Nahrstoffe sind, von denen die Produktionshohe an lebender Substanz a b h b g t . Wahrend jedoch im Meere wegen der meist annahernd konstanten Ionenzusammensetzung die Bedeutung der genannten Stoffe als Minimumfaktoren in der Regel klar zutage tritt, bedingen die starken Schwankungen im Chemismus der Binnengewasser groBe Verschiedenheiten in der Wirkung der Minimumstoffe. Der EinfluS eines produktionsfordernden Ions ist ja nicht nur durch seine absolute und relative Menge gegeben, sondern ebenso durch das Milieu, in dem es wirkt. Es muB also die erste Aufgabe limnologischer Forschung sein, den Kreislauf der Minimumstoffe in den einzelnen Seetypen zu untersuchen. Das bisherige Interesse galt in dzr Hauptsache den e u t r o p h e n S e e n , zu denen ja die auf Phosphate untersuchten Seen Wisconsins ebenso gehoren, wie die meisten von Y o s h i m u r a (12) in Japan erforschten Gewasser. Auch die tiefen Seen der Sundainseln, welche Fr. R u t t n e r (9) auf der Sundaexpedition auf Phosphat gepriift hat, gehoren dem eutrophen Typ an1). Den d y s t r o p h e n See konnte der Verfasser in zwei verschiedenen l) Auch die vom Verfasser untersuchten Strandwasser Riigens (4) sowie die beiden von R. W e i m a n n (11) untersuchten Teiche bei Bonn tragen typisch eutrophen Charakter.