Die chemische Analyse der organischen Kunst- und Lackrohstoffe
β Scribed by Dr. G. Bandel
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1938
- Tongue
- English
- Weight
- 732 KB
- Volume
- 51
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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β¦ Synopsis
iir den Hersteller und Verbraucher von organischen Kunst-F und Lackrohstoffen stehen die physikalischen Eigenschaften, und zwar die mechanischen, optischen und elektrischen, im Vordergrund des Interesses. Fur ihre Bestimmung und Beurteilung sind schon gute Methoden vorhanden. Zum Teil sind es Anwendungen bekannter Materialpriifungsvorschriften, zum Teil wurden den neuen Stoffen angepaate Methoden entwickelt. Die c hemische Analyse der organischen Runst-und Lackrohstoffe ist hisher noch nicht in diesem MaSe ausgebaut. Mit der dauernd zunehmenden Bedeutung, die dieses Gebiet besonders durch die Aufgaben des Vierjahresplanes erhalt, mit der intensiven Bearbeitung durch die Synthetiker und der ausgedehnten Verwendung der Kunststoffe in fast allen Bereichen des taglichen Lebens wachst auch das Bedurfnis nach zuverlassigen chemischen Nachweis-und Bestinimungsmethoden. Hersteller und Verbraucher sind in gleichem MaSe daran interessiert. Auch fur patentrechtliche und zollamtliche Fragen und fur zahlreiche neue Untersuchungen in privaten und offentlichen Laboratorien ist die Analyse nicht zu entbehren. Manche Fragen auf diesem Gebiet lassen sich rnit den bekannten Methoden der organischen Analyse beantworten; in sehr vielen Fallen zeigt sich aber die besondere Eigenart dieser Verbindungen. Wir haben es rnit sehr groQen Molekiilen zu tun, die aus kleineren, verhaltnismaBig einfachen Grundmoleklilen entweder durch Polymerisation oder Kondensation aufgebaut sind. Bei den Pol y me r isationsprodukten sind die einzelnen Molekiile kettenformig aneinander gebunden. Ihre chemische Zusammensetzung entspricht, wenigstens bei Isopolymerisationen, der des Grundmolekiils. So ist zum Beispiel der prozentuale hnteil an Acetyl in Polyvinylacetat gleich dem im Monovinylacctat. Bei Mischpolymerisaten sind Molekiile verschiedener Art aneinandergekettet. Die Zusammensetzung kann in diesen Fallen durch Bestimmung der verschiedenen reaktionsfahigen Gruppen ermittelt werden'). Der Vorgang der Polymerisation ist oft umkehrbar. In der Hitze zerfallen manche Verbindungen mehr oder weniger quantitativ in ihre Elementarbausteine, welche die Identifizierung ermoglichen. Wegen auftretender Nebenreaktionen fiihrt die Depolymerisation meist nicht zu quantitativen Bestimmungen. Die Aufklarung des Aufbaues und der Zusammensetzung von Kondensationsprodukten, die aus den Ausgangsstoffen unter Austritt von Wasser entstehen, ist wesentlich schwieriger. Ihre chemische Zusammensetzung entspricht nicht mehr der der Ausgangsstoffe, durch Warme werden sie nicht gespalten, und wenn nicht, wie z. B. bei den Dicarbon&iureestern mehrwertiger Alkohole, eine gfatte Verseifung moglich ist, fiihren chemische Eingriffe nicht zum Ziele, z. B. in Phenoplasten und Aminoplasten. Schon die zu jeder chemischen Umsetzung erforderliche Auflosuag bereitet bei den Kunst-und Lackrohstoffen oft grol3e *hwierigkeiten ; die erhaltenen ,,Losungen" *) Vorgetragen in der Fachgruppe fiir analytische Chemie auf der 51. Hauptversammlung des VDCh in Bayreuth am 9. Juni 1938. I) Vgl. hierzu Hepi!, uber Mischpolymerisate, diese Ztschr. 61, 432 [1938].
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